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Hurl Beechum:
Hurl Beechum steht im erweiterten DBB Kader für die Basketball-WM
Der "Gunman" ist auch in der Defense spitze
Ratlose Mienen standen den Spielern, Betreuern und Fans des TVG Trier nach der Auswärtsniederlage in der Rückrunde der Saison 1998/99 gegen die Telekom Baskets Bonn ins Gesicht geschrieben: Sage und schreibe zwölf Dreier hatte ihnen der neu erworbene Small Forward der Rheinländer soeben durch den Ring gejagt. Damit hatte er das Spiel entschieden und einen Bundeliga-Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Der Name des Schützen: Hurl Beechum, fortan von den frenetischen Bonner Fans nur noch der ?Gunman aus Iowa? genannt.

Dass der 1,95 Meter große Deutsch-Amerikaner aber nicht nur über ein ausgeprägtes Offensivpotenzial verfügt, sondern durch seine Athletik und seinen Einsatzgeist auch in der Defense europäisches Niveau erreicht, stellte er in den letzen vier Jahren in der BBL sowie in Korac- und Saporta-Cup unter Beweis. Dies blieb auch dem DBB-Coach Henrik Dettmann nicht verborgen, so dass der vielseitige Korbjäger am 03.08.2000 sein Debüt im Nationaldress gab. Seitdem brachte es Beechum auf 13 Einsätze für Deutschland, bei denen er im Schnitt 4,9 Punkte pro Spiel erzielte.

Zwar nahm er an der Europameisterschaft in der Türkei nicht teil, gehört aber weiterhin zum Nationalkader. Er spielte im November 2001 in drei Spielen der Qualifikation zur EM 2003. Leider zählt Hurl Beechum aufgrund seiner späten Einbürgerung für die FIBA zu den ?naturalisierten Deutschen?, von denen jeweils nur ein Akteur eingesetzt werden darf. Unter anderem Shawn Bradley (Dallas Mavericks), Misan Nikagbatse (Olympiakos Piräus) und Demond Greene (s.Oliver Würzburg) teilen sein Schicksal.

Seine Basketball-Ausbildung genoss der 29-jährige an der Iowa State University, wo er mit seinem Team in der amerikanischen College-Liga NCAA vertreten war. Im Anschluss machte Beechum zwei Jahre Pause vom Basketball, in denen er als Sozialarbeiter tätig war. Schließlich entdeckten ihn der Bonner Headcoach Bruno Soce und Manager Arvid Kramer bei einer Scouting-Tour in den USA und holten den talentierten Shooter mit Defense-Qualitäten an den Rhein.

Im Trikot der Telekom Baskets konnte er mit der deutschen Vizemeisterschaft 1999 und dem Erreichen des Saporta-Cup-Viertelfinales 2001 und 2002 seine größten Erfolge feiern. Zudem war Hurl Bechum in den BBL All-Star-Games 1999-2000, 2000-01 und 2001-02 vertreten. In der Spielzeit 2001/2002 erzielte er 17,2 Punkte und 4,8 Rebounds im Schnitt und schied mit seinem Verein im Halbfinale der s.Oliver BBL gegen RheinEnergy Cologne mit 1:3 aus.

Stand: 15.10.2002