Guido Grünheid
Großer Mann sehr beweglich
Der hoffnungsvolle Korbjäger aus Thüringen (geb. am 25.10.1982) hat im Sommer 2006 den Sprung in die A-Nationalmannschaft gepackt und sich damit einen großen Traum erfüllt. Beim 68:73 der ING-DiBa-Korbjäger in Hamburg debütierte der auf der Forward- oder Centerposition eingesetzte Grünheid unter Dirk Bauermann und wirkte fortan in allen Begegnungen des Nationalteams mit. Somit standen für ihn nach dem Sommer 2006 schon 16 Länderspiele auf dem Konto, in denen er insgesamt 29 Punkte erzielte, allein sechs im Eröffnungsspiel der WM gegen Gastgeber Japan. Nach der EM 2007 in Spanien war Guido Grünheid 34-maliger Nationalspieler und trug im Durchschnitt mit 1,85 Punkten bei.
Aber nun zu den Anfängen von Guidos Basketballkarriere. Geplant war diese Laufbahn eigentlich nicht, denn der 2,08 m große Guido Grünheid war ursprünglich Schwimmer und kam erst durch einen Trainer seines Bruders zum Basketball. 1997, also mit 15 Jahren, trat Grünheid in seiner Heimatstadt dem TuS Jena bei und verbrachte dort drei Jahre, bevor er 2000 die Chance bekam, nach Berlin zu wechseln, um dort in den Genuss der Doppellizenz mit Lichterfelde zu kommen. In den ersten beiden Jahren war Guido ausschließlich für die Lichterfelder in der 2. Bundesliga aktiv, hatte aber zu dieser Zeit schon in der U18-, der U20- und der A2- Nationalmannschaft debütiert.
In die erste Mannschaft von ALBA Berlin schaffte er es dann 2002. Im darauf folgenden Jahr konnte er auch gleich seine erste Meisterschaft in Berlin feiern (2002 feierte er als Doppellizenzler selbstverständlich auch mit), und auch den Pokal holten die Hauptstädter an die Spree. Als entscheidenden Moment in seiner Karriere bezeichnet er seinen erfolgreichen Dreier im dritten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Bamberg im Jahr 2003. Obwohl er sich in Berlin sehr wohl fühlte und die Stadt ihm sehr gefiel, wechselte er 2005 auf die andere Seite Deutschlands zu RheinEnergie Köln. Vorher wurde er durch eine schwere Knieverletzung zurückgeworfen, denn beinahe ein ganzes Jahr fiel Guido wegen eines Kreuzbandrisses im linken Knie aus.
Allerdings meldete er sich mit Köln eindrucksvoll zurück und gewann prompt auch 2006 eine weitere Deutsche Meisterschaft, nach einer starken Play-Off-Runde, in der die Kölner unter anderem den amtierenden Meister Bamberg und ALBA Berlin dann im Finale ausschalteten. Der Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn war aber dann sicherlich die Berufung in die A-Nationalmannschaft und die Auftritte bei der WM in Japan. In Köln ist er mittlerweile auch aufgrund seiner Beweglichkeit bei erheblicher Größe zum „Inventar“ geworden und bekommt seine Spielzeit, die er meist ordentlich nutzt. Nur seine Dreierquote ist deutlich verbesserungsfähig. Mit seinen Auftritten hat er sich weiter für die Nationalmannschaft empfohlen und betrat in der Saison 07/08 auch auf Vereinsebene internationales Terrain. Nach einer Spielzeit bei den Niederländern sucht Grünheid eine neue Herausforderung und will sich nach dem Sommerprogramm für einen neuen Verein entscheiden.
Nach dem Supercup in Bamberg strich DBB-Bundestrainer Bauermann Grünheid für diesen Sommer aus dem A-Kader. Die große Konkurrenz auf der Position des Centers war dafür verantwortlich. Anschließend zeigte Guido Grünheid bei den Maßnahmen der A2-Nationalmannschaft konstant starke Leistungen und gehörte dort zu den dominierenden Akteuren. Mit Beginn der Spielzeit 2008/2009 unterschrieb er einen Vertrag bei den Köln 99ers.
Stand: 23.09.2008