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Demond Greene
Athletik und Explosivität haben einen Namen
Video: Demond Greene im Interview und in Aktion

Die Karriere des Demond Greenee hat beim TuS Aschaffenburg begonnen. 1996 entdeckten ihn dort die Talentspäher der DJK s.Oliver Würzburg, mittlerweile als X-Rays bekannt. Bei den Franken kam Greene in ein Team, das vor allem mit jungen, hungrigen Talenten den Sprung in die höchste deutsche Spielklasse schaffen wollte. Dies gelang 1998.

Mit Spielern wie mit dem heutigen NBA-Superstar Dirk Nowitzki oder Robert Garrett, der inzwischen die Farben der Brose Baskets aus Bamberg trägt, sorgte Würzburg mächtig für Furore. Für Greene gab es in dieser Zeit noch viel zu lernen. Mit seinen gerade mal 19 Lenzen spielte er damals hauptsächlich für den Kooperationspartner Rattelsdorf in der 2. Liga Süd. In Kurzeinsätzen wurde er behutsam an das hohe Niveau in der Oberklasse herangeführt. Erste internationale Erfahrungen sammelte Demond Greene bei Einsätzen für die U20-Nationalmannschaft.

Zur Saison 99/00 war Greene schon eine feste Größe in der jungen Würzburger Mannschaft. Mit durchschnittlich 20 Minuten Einsatzzeit und 8,8 Punkten pro Partie hatte er den Sprung in die Bundesliga endgültig geschafft. Was folgte, war ein kontinuierlicher Weg nach oben.

In der Saison 2000/2001 wurde der junge Würzburger zum „most improved player“ der Liga gewählt, also jenem Spieler, der im Vergleich zur Vorsaison den größten Schritt nach vorne gemacht hat. Zur Saison 2002/2003 wechselte Greene an den Rhein, zu den Bayer Giants Leverkusen. Er fügte sich nahtlos bei den „Riesen vom Rhein“ ein und avancierte mit 14,4 Punkten pro Spiel sofort zu einem Schlüsselspieler.

Welch weiteres Potential aber in Greene schlummerte, sollte sich in der Spielzeit 2003/2004 zeigen. Mit durchschnittlich 20,5 Punkten pro Partie war er nicht nur bester Scorer bei den Rheinländern sondern auch bester deutscher Korbjäger der gesamten BBL. In den Playoffs konnte er im Schnitt zwar 18,3 Punkte erzielen und fünf Rebounds sammeln, musste sich mit seinem Team aber den Albatrossen aus Berlin nach vier Spielen geschlagen geben. Auch in der Saison 2004/05 gehörte Greene zu den Leistungsträgern bei den Giants, obwohl er seinen tollen Punkteschnitt aus dem Vorjahr nicht mehr bestätigen konnte (15,2 Punkte). Gleichzeitig musste er die Enttäuschung verarbeiten, dass für seine Mannschaft nach der Hauptrunde Endstation war. Die Play-Offs erreichten die Bayer Giants nämlich nicht.

Demond Greene hatte sich zu einem echten Leader und Scorer entwickelt. Sein Trainer Heimo Förster sagte über ihn:“ "Demond bringt einfach alles mit, hat großes Spielverständnis und vor allem ist er einer, der nicht viel redet, sondern einfach etwas macht."

Dass er diese Eigenschaften mit ins Nationalteam bringt, war imSommer 2004 nicht zu übersehen: Mit seinen Auftritten erarbeitete er sich auch unter Dirk Bauermann den Titel "Leistungsträger". Zwar sind die Leistungen noch nicht konstant (7,8 Punkte im Schnitt in 136 Minuten in sechs EM-Qualispielen, 50 Länderspiele gesamt), die Leistungskurve zeigt aber steil nach oben. Der Coach rechnete mit ihm künftig als mögliche "3. Scoring-Option hinter Nowitzki und Okulaja". "An Demond Greene wird Dirk Bauermann noch viel Spaß haben", so Heimo Förster.

Bei der EM 2005 in Serbien und Montenegro avancierte Greene mit 24 Minuten Spielzeit und fünf Punkten im Durchschnitt zu einem der Leistungsträger im deutschen Team und darf sich nunmehr mit einer Europameisterschafts-Silbermedaille schmücken.

Mittlerweile hat sich Demond Greene mit seiner Rolle als "6. Mann" bei seinem neuen Verein ALBA Berlin bestens arrangiert. Er zählt regelmäßig zu den Leistungsträgern, verteidigt auf bekannt höchstem Niveau und hat auch in der Offensive seine "Nischen" im Berliner Spiel gefunden. Dies untermauerte er in der BBL Saison 2005/06, als er von den Fans erneut in das BBL Allstarteam berufen wurde und mit seinen Albatrossen das Finale in den Playoffs erreichte.
Finalgegner in den Playoffs war Rheinenergie Köln. Trotz vier erfolgreicher Dreipunktwürfe von Demond Greene in Spiel drei, musste sich Berlin letztendlich in der Serie 3-1 geschlagen geben. Mit 27 Jahren gehörte Greene weiterhin zu den athletischsten Spielern der BBL .
Mit 9,2 Punkten pro Partie avancierte Demond Greene bei der Weltmeisterschaft 2006 in Japan zum drittbesten Scorer im deutschen Team und war somit maßgeblich an dem Einzug ins Viertelfinale beteiligt. Alles war bereitet für eine weitere erfolgreiche Saison bei ALBA Berlin, die es bis Dezember 2006 auch war. Dann allerdings, am 6. Dezember in der Partie gegen Montepaschi Siena, kam jäh ein Bruch in seine Karriere. Er zog sich einen Sprunggelenkverrenkungsbruch mit starker Verschiebung des gebrochenen Wadenbeins zu. Darüber hinaus rissen noch zwei Bänder, so dass zunächst einmal der Basketball gegen die Krücken getauscht werden musste. Demond Greene ist allerdings ein Kämpfer und kam zurück. Mit ALBA schaffte er jedoch nicht wie erhofft die Meisterschaft und schied überraschend gegen die Artland Dragons aus.

Das frühe Aus kostete ALBA-Coach Henrik Rödl seinen Job und der neue Trainer der Hauptstädter, Luka Pavicevic plante nicht mehr mit dem "Publikumsliebling" Greene. Mit dem neuen Deutschen Meister Bamberg, fand Greene jedoch schnell einen neuen Verein und mit Dirk Bauermann einen Trainer, der auf ihn baut.

Das Vertrauen seines neuen Vereins-  und altbekannten Nationaltrainers Dirk Bauermann konnte er bei der Europameisterschaft 2007 in Spanien gleich zurückzahlen. Bei 25 Minuten durchschnittlicher Spielzeit erzielte Greene 6 Punkte und lieferte 2 Assists. Seine Nervenstärke stellte der Neu-Bamberger an der Freiwurflinie unter Beweis: von 13 Versuchen versenkte Demond Greene alle 13.

Demond Greene wurde schließlich zu einem ganz wichtigen Spieler und schaffte mit der deutschen Nationalmannschaft den Sprung zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Auch bei der EM 2009 in Polen war er trotz zwischenzeitlichen Rücktritts wieder mit dabei. Er kam dort auf folgende Statistiken: 6 Spiele, 153 Minuten, 8,3 Pkt. im Schnitt, 2 Reb. im Schnitt. Dirk Bauermann sagte nach der EM 2009 über ihn: "Es war ganz wichtig für uns, dass Demond mit dabei war. Ohne ihn wäre das Erreichen der Zwischenrunde nicht möglich gewesen. Demond war unser Topscorer gegen Russland und hat die Mannschaft insgesamt stabilisiert. Ich glaube, dass ihn die Unsicherheit über seine basketballerische Zukunft belastet und phasenweise seiner Leistung nicht gut getan hat. Dazu kam noch seine Fußverletzung aus dem Mazedonien-Spiel, die ihn zum Turnierschluss behindert hat. Insgesamt hat er aber eine wichtige Rolle im neuen Konstrukt der Nationalmannschaft gespielt."

Nach der EM 2009 schloss sich Greene für die Saison 2009/10 dem griechischen Klub Olympia Larisa an.


Stand 23.03.2010