Romy Bär
Shootingstar 2009
Romy Bär (geboren am 17. Mai 1987) ist DIE Entdeckung der Damen-Nationalmannschaft in der zusätzlichen Qualifikationsrunde für die Europameisterschaften 2009. Die 22-jährige Spielerin aus Saarlouis debütierte erst am 29. Dezember 2008 für die A-Nationalmannschaft und legte beim Testspiel in Belgien direkt eine Glanzleistung auf das Parkett: mit 18 Punkten führte sie die DBB-Damen zum Sieg im Testspiel und bewies in den nachfolgenden Begegnungen der EM-Qualifikation, dass ihre Leistungen bei weitem keine Eintagsfliege waren.
Mit dem Basketball begann Bär, als sie neun Jahre alt war. Und zwar aus purem Zufall: eine Freundin nahm sie mit zum Training, da "sie dort immer große Mädchen suchen". Zunächst begann die Laufbahn der mittlerweile 1,88m großen Bär bei der BG Chemnitz, wo sie von 1997-1999 spielte. Bis 2007 blieb die variable einsetzbare Center- und Aufbauspielerin in Chemnitz - im Jahre 2006 gewann sie mit dem SV Halle die Deutschen Jugend-Meisterschaften.
2007 wechselte Bär dann nach Saarlouis und sorgt dort in der DBBL für Furore. Dies gelingt ihr nicht nur in der Liga (Deutscher Pokalsieger und deutscher Vizemeister 2008), sondern vor allem auch in der Nationalmannschaft: seit 2002 hat Romy Bär alle Jugend-Nationalmannschaften durchlaufen und dort viele internationale Erfahrungen gesammelt.
Als Ziele benennt die Nationalspielerin, Pokal und Meisterschaft zu gewinnen (kurzfristig), sich im A-Kader zu etablieren (mittelfristig) und international Fuß zu fassen sowie an den Olympischen Spielen teilzunehmen (langfristig). Für Bär sind ihre Trainer Andreas Kretzschmar, den sie auch als ihren Entdecker bezeichnet, Patrick Bär, Raoul Scheidhauer und Rene Spandauw sehr wichtig für ihre Entwicklung.
Die Studentin der Sportwissenschaften charakterisiert sich als ehrlichen Familienmensch. Als mögliche Schwächen macht sie die Athletik aus, zu ihren Stärken gehören Spielverständnis und Vielseitigkeit. Diese beiden Eigenschaften wird Romy Bär sicherlich noch häufig für die deutsche Nationalmannschaft unter Beweis stellen. Neben Anne Breitreiner gehört die 22-jährige zu den Topscorerinnen des aktuellen DBB-Kaders.
Einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung hat Romy Bär in der DBBL-Saison 2008/09 getan. Nachdem sie ihre Mannschaft zum Pokalsieg und zur deutschen Meisterschaft geführt hat, wurden ihre Leistungen von Basketball-Experten, DBBL-Trainer, Fans und Journalisten gewürdigt, die die variabel einsetzbare Spielerin zum MVP der Spielzeit 2008/09 wählten.
Auch in der Saison 2009/10 gehört Romy Bär zu den führenden Spielerinnen in der DBBL. Mit den Royals gelang ihr erneut der Gewinn des Pokaltitels. In den Play-offs steht Romy mit ihrem Team im Finale um die deutsche Meisterschaft.
Stand: 06. April 2010