Alexandra Müller
Pfeilschnelle Serienmeisterin
Der 18. November 2001 war für Alexandra Müller (geb. 23. 08. 1983) der wichtigste und prägendste Tag in ihrer sportlichen Laufbahn. An jenem Tag debütierte die schnelle Guardspielerin in der deutschen A-Nationalmannschaft bei einem Freundschaftsspiel gegen Belgien in Namur. Heute stehen bislang 87 Einsätze auf dem Konto der 24-jährigen, die noch am Anfang ihrer Basketballkarriere steht, aber im DBB-Team bereits das ein oder andere Ausrufezeichen setzen konnte.
Zum Basketball kam die ehemalige Leichtathletin Alex Müller erst über Freunde. 1992 begann sie beim TSV Nördlingen, wo sie das "Basketballhandwerk" erlernte und sich so nach und nach zu einer Leistungsträgerin entwickelte. Ihre guten Leistungen blieben auch den Kadertrainern nicht verborgen, und so kam sie im Kadetten- und Juniorenbereich auf viele internationale Einsätze. Einen ihrer größten Erfolge feierte sie 2000 bei der Europameisterschaft in Polen mit der U18. Sie und ihre Kolleginnen belegten dort den siebten Rang.
Im Sommer 2003 nach ihrem Abitur verließ die talentierte Basketballerin nicht nur ihren Verein Nördlingen, mit dem sie 2000 Deutscher Vizemeister in der DBBL und ein Jahr später Dritter beim Final Four wurde, sondern auch Deutschland. Vom September 2003 bis Sommer 2004 war Alex Müller für die Northwestern University/ Chicago auf Korbjagd. Dort gehörte sie zu den auffälligsten Akteuren. Alex Müller bestach vor allem durch ihre Gefährlichkeit jenseits der Drei-Punkte-Linie. In 26 Minuten erzielte sie im College durchschnittlich 8,2 Punkte und holte 1,4 Rebounds.
Nach ihrem Aufenthalt in den USA kehrte sie wieder nach Deutschland in die DBBL zurück, mit ihrem Talent hilft sie nun der BSG Ludwigsburg weiter. Damit erfüllt sie sich den Wunsch wieder zurückzukehren und in ihrer Heimat ihr BWL-Studium fortführen zu können. Bei der BSG hat sich Alexandra Müller schnell einen Namen gemacht: Mit durchschnittlich 12,5 Punkten in der Saison 2004/05 wurde sie zweitbeste Punktesammlerin im Team. Am erfolgreichsten war sie aber jenseits der Drei-Punkte-Linie. 47 versenkte Dreier machten die knapp 23-Jährige zur zweitbesten Dreier-Werferin in der gesamten Damen-Basketball-Bundesliga.
Ihre Qualitäten in der Offensive bewies Alexandra Müller auch in der DBBL-Spielzeit 2005/06. Mit durchschnittlich 12 Punkten pro Spiel war sie die erfolgreichste Punktesammlerin der Ludwigsburger und mit 43 Dreiern in 28 Spielen, auf Position acht der erfolgreichsten Dreipunkte-Schützinnen der DBBL. Trotz dieser beeindruckenden Statistiken dürfte Alexandra Müller nicht ganz zufrieden sein, denn Ludwigsburg schaffte in dieser Saison leider nicht den Klassenerhalt.
Für sie verlief der Abstieg allerdings glimpflich, denn sie bekam weiterhin die Chance, in der Bundesliga auf Korbjagd zu gehen, und das bei keiner geringeren Mannschaft als dem TSV Wasserburg, amtierender Pokalsieger und Deutscher Meister. Dort erfüllt sie ihre Rolle sehr gut und hat sich mit durchschnittlich 10,0 Punkten pro Partie zu einer echten Leistungsträgerin entwickelt. Lediglich ihre Dreierquote ist noch verbesserungswürdig.
Bei den Europameisterschaften knüpfte "Mülli" an die guten Leistungen aus der DBBL an: in der Starting Five des Bundestrainers kam sie auf 6,2 Pukte pro Spiel und hatte mit 87,5 Prozent die beste Freiwurfquote im deutschen Nationalteam.
Alexandra Müller gewann in der DBBL mit dem TSV Wasserburg erneut die Deutsche Meisterschaft, konnte sich aber im internationalen Vergleich nicht durchsetzen. In der neuen Saison startet Alexandra Müller für die WWK BG Donau-Rieß. Gut eingespielt für die neue Saison ist sie allemal: für das DBB-Team stand sie 145 Minuten auf dem Parkett und erzielte 3,8 Punkte, 0,8 Rebounds und 0,6 Assists.
In der zusätzlichen EM-Qualifikationsrunde 2009 kommt auf Müller als eine der erfahreneren Spielerinnen im jungen deutschen Team eine besondere Verantwortung zu.
Stand: 09.01.2009