Portrait Cornelia Janzon
Newcomer des Sommers 2008
Wenn man mit Cornelia Janzon (geboren am 16.07.1981 in Sydney/Australien) über Basketball spricht, dann muss der Begriff des Tiefstapelns neu erfunden werden. Die 1,90 m große Janzon, die sowohl Forward, als auch Center spielen kann, ist seit den ersten Spielen bei DBB-Bundestrainer Imre Szittya in der Starting Five gesetzt. Darauf angesprochen stapelt 28-jährige tief: "Es ist nicht wichtig, wer am Anfang auf dem Spiel steht. Eigentlich sehe ich mich selber nicht in der Position, doch natürlich ist es eine große Ehre für mich."
Die studierte Medizinerin begann ihre Basketball-Karriere beim TV Jahn Freising. Von ihrem Heimatverein wechselte sie in der Saison 1999/2000 zum MTSV Schwabing in die 2. Damen-Bundesliga. Dort kehrte Janzon auch nach einer Saison bei den Kicks München (2. Liga) und beim TSV Wasserburg zurück. Im jungen und zu der Zeit neu formierten Team in Schwabing fühlte sich die Teamplayerin Conny Janzon sehr wohl: "Die Atmosphäre in der Mannschaft war super. Wir waren ein ausgeglichenes Team ohne einen Star, für den dann die anderen spielen." Beim MTSV Schwabing arbeitete Janzon mit dem Trainer zusammen, der ihre Karriere am meisten prägte: "Basti Wernthaler war sicherlich der wichtigste Trainer für mich. Er hat alle meine Launen ausgehalten und mich durch alle psychologischen Hochs und Tiefs begleitet. Außerdem haben wir uns gegenseitig mit Nervennahrung eines großen Bonner Unternehmens versorgt", grinst sie.
Nach drei Spielzeiten in Schwabing, in denen Janzon ihr Medizinstudium abgeschlossen hat, zog es sie in ihr Geburtsland zurück. "Ich habe die ersten fünf Jahre meines Lebens in Australien verbracht und es war schon lange mein Traum, noch einmal zurückzukehren, um mir das Land aus der Perspektive eines Erwachsenen anzugucken." Im Zuge ihres praktischen Jahres (im Anschluss an das Medizin-Studium) arbeitete sie in Australien, Trinidad und in Schottland. Dort erhielt sie in ihrem eigentlich basketballfreien Jahr den Anruf von DBB-Bundestrainer Imre Szittya, der sie für zunächst zwei Maßnahmen nominierte. Dass aus den zwei Lehrgängen mittlerweile 27 Länderspiele geworden sind, ist für sie eine große Überraschung. "Damit hätte ich nicht gerechnet." Ihr bisher bestes Länderspiel absolvierte Cornelia Janzon beim 74:65-Sieg der DBB-Damen in der Berliner Sömmeringhalle gegen die Ukraine. Ihre zehn Punkte zeigen die gute Teamleistung, meint Janzon. "Der Ball ist super gelaufen und davon habe ich profitiert. Wir haben ein gutes Team, das von der Leistungsfähigkeit her sicher nicht auf den letzten Tabellenplatz gehört.", stellt sie fest.
Für die zusätzliche Qualifikationsrunde im Januar 2009 stand Janzon dem deutschen Team auf Grund von beruflichen Verpflichtungen nicht zur Verfügung.
Nach einem kurzen Zwischenspiel beim BBV Leipzig wechselte sie in der Saison 2008/09 zur WKK Donau-Ries. In der laufenden Spielzeit trug die Medizinerin das Trikot der SG BBZ Opladen, konnte aber trotz starker Leistungen nicht den Abstieg aus der Damen-Basketballbundesliga verhindern.
Stand: 06. April 2010