Spielerportrait Lea Mersch
Jungspund auf dem Vormarsch
Lea Mersch wurde am 28. September 1987 geboren und gehört somit zu den "Küken" der DBB-Damen. 2007 war sie erstmals für die A-Natinalmannschaft nominiert, musste dann aber verletzt absagen bzw. spielte für die U20. Aufgewachsen ist Lea Mersch in Paderborn, ihre Familie wohnt noch immer dort. Vor drei Jahren (2005) aber entschied sich die heute 22-Jährige, alleine wegzuziehen. Es war eine Entscheidung für den Basketball. Sie ging zu den evo Basket Oberhausen (NBO). Ein Entschluss, den sie nicht bereut hat. In Oberhausen fühlt sich Mersch wohl: "Es herrscht eine tolle Stimmung im Team, das Trainergespann mit Julia Gajewski und John F. Bruhnke ist super und man gesteht mir auch zu, ein Leben neben dem Basketball zu haben" erklärt sie die Vorzüge des Bundesligisten. Dass sich die junge Aufbauspielerin in Oberhausen wohlfühlt zeigt spiegelt sich auch in ihrer Leistung wieder.
Neben dem anstrengenden Alltag bei Bundesligist Oberhausen studiert Mersch Psychologie an der Ruhr-Uni. "Das liegt wohl in der Familie; meine Mutter ist auch Psychologin und ich finde das Thema total spannend!"
Zum Basketball kam die Aufbauspielerin mit vorzüglichem Ballhandling schon mit sieben Jahren. Der Spaß stand von Anfang an im Vordergrund und mit ihrem ersten Verein, den Paderborn Baskets war sie auf Jugendebene sehr erfolgreich.
Den ersten Härtetest überstand sie mit Bravour, indem sie bis zur D-Jugend mit Jungs spielte. "Danach musste ich mit den Mädels spielen", sagt Mersch. 2004 folgte ein halbes Jahr an einer High School im US-amerikanischen Houston, Texas. Dort standen mehr Athletik und weniger Technik auf dem Trainingsplan. Und die junge Deutsche musste sich erst durchsetzen: "Das Team bestand zu 90 Prozent aus Farbigen. Das war erst schwierig", sagt Mersch. "Aber als sie gesehen haben, dass ich Basketball spielen kann, hat es geklappt."
Nach ihrer Rückkehr stieg sie bei SV Brackwede in die laufende Saison ein und schaffte den Aufstieg in der 2. Bundesliga. Dem Aufstieg in die 2. Liga folgte aber direkt der Abstieg. Da Mersch in der Bundesliga spielen wollte, entschied sie sich für Oberhausen, obwohl es noch andere Angebote gab. "Die haben mich überzeugt. Es war das beste Konzept und meine Zeit hier hat gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war" ist sie zufrieden.
Im Nationalteam war sie 2008 der "Rookie" - einige scherzhafte Sprüche musste sie hier und da einstecken. "Aber das gehört dazu. Ich freue mich sehr hier zu sein, weil ich mich mit tollen Spielerinnen mit mehr Erfahrung messen kann!" berichtete Mersch begeistert. Die erfahreneren Spielerinnen wie Anne Breitreiner nehmen die Jungen während des Trainings ab und zu beiseite und erklären einzelne Spielszenen. "Das ist super und hilft enorm!" Bundestrainer Szittya hat große Hoffnungen bezüglich Mersch. "Sie agiert mit einer unheimlichen Intensität im Aufbau und ist für unseren Kader jetzt schon eine Bereicherung."
Lea Mersch kommt mittlereile in 25 Länderspielen zum Einsatz und erzielte im Schnitt 3,44 Punkte.
Stand: April 2010