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Anne Breitreiner


International etabliert - auf dem Boden geblieben

Zum Glück hat Anne Breitreiner (geb. 07.09.1984) einen großen Bruder, denn durch ihn ist die talentierte Wasserburgerin mit 12 Jahren erst zur Sportart Basketball gekommen. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr war sie nämlich hauptsächlich auf dem Tennisplatz unterwegs und das sehr erfolgreich: sie erreichte immerhin Platz 208 der deutschen Damenrangliste.

Auf zahlreiche Erfolge kann die VWL-Studentin mittlerweile auch auf dem Basketballfeld zurückblicken. Nachdem Wasserburg die Deutsche Meisterschaft 2003 knapp verpasste, klappte es 2004 mit dem Titel, und im Jahr darauf holte sich Anne Breitreiner mit ihren Teamkolleginnen vom TSV Wasserburg sogar das Double (Deutsche Meisterschaft und Pokalsieg).

Als ihren "Entdecker" und einen der wichtigsten Trainer ihrer Laufbahn bezeichnet Anne Breitreiner Hans Brei, der viele Jahre Zeit hatte, das junge Talent in Wasserburg, ihrem Heimatverein, zu formen. Viel Nützliches gelernt hat die "Sportlerin des Jahres der Stadt Wasserburg 2003" auch von ihrer ehemaligen Teamkollegin Mirka Jarchovska, ihrem sportlichen Vorbild. In der Saison 2004/2005 war die 20-Jährige zweitbeste Scorerin in ihrem Team und belegte mit durchschnittlich 13,6 Punkten Platz 22 in der DBBL-Statistik.

In der Saison 2005/06 schaffte Anne Breitreiner ihren vollständigen Durchbruch. Sie etablierte sich als beste Punktesammlerin der DBBL, mit einem Schnitt von 17,6 Punkten in 31 Spielen und wurde erneut Deutscher Meister und Pokalsieger mit dem TSV Wasserburg.

Nach dieser überaus erfolgreichen Saison wechselte die mittlerweile 21-jährige Anne Breitreiner in das europäische Ausland, um sich dort gezielt weiterzuentwickeln. Beim spanischen Spitzenclub Ros Casares Valencia unterschrieb sie einen Vertrag, verließ die spanische Mittelmeerküste aber schon wieder im Januar und schloss sich während der Saison der polnischen Spitzenmannschaft Lotos Gdynia an, wo sie gleich in den ersten drei Partien einschlug . Auf der Vereinshomepage prangte auch dementsprechend als Schlagzeile: "Anne Superstar!"

2003 ereigneten sich einige prägende Ereignisse in ihrer noch junger Basketball-Karriere: sie schaffte mit der U20-Nationalmannschaft die EM-Qualifikation und wurde als "Rookie of the year 2003" (DBBL) in den A-Kader des DBB berufen. Im August desselben Jahres absolvierte sie ihr erstes Spiel im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft.

Bei den Europemeisterschaften 2007 in Italien gehörte Anne Breitreiner zu den tragenden Säulen im DBB Team. Auch in der Spielzeit 2007/2008 ging Anne für den polnischen Erstligisten Lotos Gdynia auf Korbjagd gehen.

Mit ihrem polnischen Team Lotos Gdynia gelang Anne bereits während der laufenden Saison der erste Coup: durch einen ungefährdeten 74:58-Erfolg gegen den Ligakonkurenten aus Krakau feierte Anne mit ihren Teamkolleginnen den Pokalsieg. Anne stand 21 Minuten auf dem Feld, erzielte 10 Punkte und konnte eine hundertprozentige Dreierbilanz (2/2) vorweisen. Das Finale um die polnische Meisterschaft verlor Annes Mannschaft nur knapp - und nach einem groben Coaching-Fehler. Der Trainer wurde kurz nach Spielende prompt gefeuert. In der Saison 2008/09 blieb Anne der polnischen Liga erhalten, wechselte allerdings zu KSSSE AZS PWSZ Gorzow.

In der deutschen Nationalmannschaft war Anne Breitreiner in der EM-Qualifikation im Sommer 2008 nach dem Ausfall von Linda Fröhlich der "Go to Guy" - eine Rolle, die sie mit Bravour ausfüllte. Mit 256 Minuten stand sie für die DBB-Damen am längsten auf dem Feld und traf im Schnitt 18,6 Mal für Deutschland. Zudem sicherte sie sich fünf Rebounds und verteilte durchschnittlich 1,4 Assists.

In der Saison 2009/2010 gewann Anne Breitreiner mit ihrem neuen Club Tarbes GB die französische Meisterschaft.

Stand: 11. Mai 2010