Katowice (Kattowitz)
Unter folgenden Internet-Adressen finden Sie umfangreiche Informationen zur Stadt Katowice (Kattowitz):
www.tourismus-polen.de/Polen/Stadt_Katowice.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Kattowitz
Kattowitz in Kürze
In Katowice/Kattowitz leben knapp 350.000 Menschen. Die Stadt liegt im Zentrum des Oberschlesischen Industriegebietes, das traditionell geprägt ist durch Steinkohlebergbau und Hüttenwesen und mehr als zwei Millionen Einwohner in 14 dicht beieinander liegenden Städten zählt. Katowice ist eines der wichtigsten Wirtschafts- und Wissenschaftszentren Polens sowie Verwaltungssitz der Woiwodschaft Schlesien. Die Region hat in den vergangenen Jahren einen enormen strukturellen Wandel erlebt, der auch mit einer enormen Verbesserung der Umweltbedingungen einher ging.
Kattowitz im Blick
Kattowitz ist Verwaltungs- und Kulturzentrum des oberschlesischen Industriegebietes. Obwohl das Dorf Kattowitz schon im 16. Jahrhundert gegründet wurde, hat es erst im 19. Jahrhundert dank der neuzeitlichen industriellen Entwicklung die Stadtrechte erhalten. Die meisten Sehenswürdigkeiten von Kattowitz stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Vor allem handelt es sich dabei um Industriebetriebe und sakrale Gebäude.
Anreise/Verkehr
Katowice befindet sich rund 500 km von Berlin entfernt. Per Auto ist die Stadt von Deutschland über die E 40 zu erreichen. Von den Grenzübergängen Forst oder Görlitz fährt man zunächst noch eine zweispurige Teilstrecke, die übrige Strecke ist weitgehend bereits vierspurig ausgebaut. Ins nahe Krakou kann man über die mautpflichtige Autobahn in knapp einer Stunde fahren.
Direktflüge mit der polnischen Flugline LOT gibt es von Düsseldorf und Frankfurt/M. Der polnische Billigflieger Air Polonia bietet eine regelmäßige Verbindung von Katowice nach Köln. Die ungarische Billigfluglinie Wizz Air plant ab Mai 2004 regelmäßig Flüge von Katowice nach Berlin-Schönefeld. Wer von den übrigen deutschen Flughäfen anreist, muss in Warschau umsteigen. Der Flughafen befindet sich im Vorort Przychowice, etwa 30 km nördlich vom Stadtzentrum. Von dort gibt es regelmäßige Busverbindungen nach Katowice sowie in andere oberschlesische Städte.
Per Bahn besteht eine tägliche Intercity- und eine Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Katowice. Der Hauptbahnhof befindet sich im Zentrum.
Im Zentrum ist das Parken für Pkw werktags gebührenpflichtig. Innerhalb der Stadt kann man sich gut mit Bussen und Straßenbahnen bewegen, in andere oberschlesische Städte gibt es gute Verbindungen per Bahn. Taxifahrten sind in der Regel preiswert. Da es keine vorgeschriebenen Tarife gibt, Vorsicht vor schwarzen Schafen, die vor allem an touristisch interessanten Plätzen auf Gäste warten. Unbedingt darauf achten, dass die Tarife von außen gut sichtbar ausgehängt sind. Der Grundpreis tagsüber beträgt zwischen 5 und 6 Zloty, der Kilometerpreis etwa 1,50 bis 2 Zloty. Seriös sind Taxen, die einer Kooperative angehören und auf dem Dach deutlich sichtbar die jeweilige Funknummer ( z.B. 96-27) führen.
Sehenswürdigkeiten
In Kattowitz gibt es zwei Dinge in Hülle und Fülle: Kirchen und Museen. Die Kirche der unbefleckten Empfängnis ist eine katholische Kirche, die zwischen 1862 und 1870 erbaut wurde. Sie ist die erste und einzige erhalten gebliebene katholische Kirche im sonst eher evangelischen Kattowitz. Eine weitere Kirche ist die aus Holz gebaute Kirche im Kosciuszki-Park, auch Erzengel St. Michael Kirche genannt. Diese Kirche ist aus dem Jahre 1510. Eine Besonderheit ist zum einen der außergewöhnliche Korpus der Holzkanzel, zum anderen der Glockenturm, der 1938 aus dem Dorf Syrynia überführt wurde.
Neben modernen Wohn- und Geschäftsgebäuden gibt es im Zentrum von Katowice einige Straßenzüge im neogothischen Stil aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert sind die Gebäude des Wyspanskiego-Theaters und des Schlesischen Museums. Das Museum zeigt eine bedeutende Sammlung polnischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die im Volksmund “Untertasse” genannte Sporthalle fasst 11000 Zuschauer und wird für Messen und große Konzerte genützt. Die “amerikanischste aller polnischen Städte” wurde Katowice/Kattowitz einmal genannt. Hier entstanden einige der ersten Wolkenkratzer in Europa. Berühmte deutsche und polnische Architekten prägen bis heute das Stadtbild.
Kattowitz hat auch einen großen jüdischen Friedhof - mit einem der ältesten Gräberfelder der Stadt.
Eine weitere Sehenswürdigkeit in Kattowitz ist die Bergmannssiedlung ”Giszowiec”, eine zwischen 1908 und 1915 errichtete Musterarbeitersiedlung. Die auf Anregung von Anthon Uthemann entstandene Siedlung ist noch heute ein Unikum im europäischen Maßstab.
Ebenfalls sehenswert ist der Stadtpalast am Wolnosci Platz. Die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammende, neorenaissance Luxusresidenz ist der Wohnsitz der Familie Goldstein, Inhaber des ortsansässigen Sägewerks. Das von Warschau für Oberschlesien gestiftete, 1967 errichtete Denkmal der Schlesischen Aufständischen gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt. Es ist ein Symbol für die drei schlesischen Aufstände.
Ausflüge
In der Umgebung von Katowice gibt es zahlreiche sehenswerte Holzkirchen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Der größte Teil dieser kirchlichen besonderen Bauwerke befindet sich in der Umgebung von Teschen am Hange der Beskiden, Rybnik, Pleß, Ratibor, Gleiwitz, Oppeln bis Rosenberg. Jede dieser Kirche hat eine eigenartige Architektur. Besondere Aufmerksamkeit aller Besucher erregte die Innenausstattung dieser alten Kirchen. Da gibt es prächtige, aus Eichenholz geschnitzte Altäre zu sehen mit Heiligenbildern und Kruzifixen geschmückt.
Chorzów/Königshütte grenzt unmittelbar an Katowice, die Städte gehen heute ineinander über. An der Stadtgrenze wurde ein Naherholungsgebiet geschaffen, das Parks, einen Freizeitpark, einen Zoo, das Freilichtmuseum ‚Ethnographischer Park in Oberschlesien‘ - hier sind im Original Bauerhöfe und Siedlungen aus der Zeit zwischen 1800 und 1900 aufgebaut und mit kompletter Inneneinrichtung zu besichtigen, und Sportanlagen umfasst.
Jahr für Jahr kommen mehr als 100 Tausend Touristen nach Tarnowskie Góry/Tarnowitz. Diese saubere Stadt mit vielen Grünanlagen überrascht vor allem die Besucher, die Schlesien bisher nur mit rauchenden Schornsteinen und Bergwerksschächten verbunden haben. Tarnowskie Góry stammen aus der Zeit, in der sich der Silber- und Bleierzbergbau entwickelte. Zu den wertvollsten und sehenswertesten gehören: Alte Grube (Kopalnia Zabytkowa), Stollen “Czarnego Pstraga” (Park Repecki), Rathaus, Evangelisch-ausburgische Kirche, Marktplatzplatte, Pfarrkirche, St. Martins Kirche und das Schloss in Stare Tarnowice, Palast in Rybna.
Gedenkstätte und Museum AUSCHWITZ-BIRKENAU - Auschwitz wurde für die ganze Welt zum Symbol des Terrors, Holocaust und des Völkermordes. Die Nazis errichteten das Konzentrationslager im Jahre 1940 vor den Toren der Stadt Oswiecim. Ab 1942 wurde Auschwitz zum Ort des größten Massenmordes an Juden - Männer, Frauen und Kinder - in der Geschichte der Menschheit. Gegen Ende des Krieges begann die SS mit der Demontage und Zerstörung der Gaskammern, der Krematorien und anderer Objekte, Vernichtung von Dokumenten um die Spuren der verbrechen zu verwischen. Im Jahr 1979 nahm die UNESCO diesen Ort in ihre Liste mit den Objekten des Weltkulturerbes auf.
Salzbergwerk in Wieliczka - Die unterirdischen Gänge im Salzbergwerk sind 300 km lang, von denen man als Tourit lediglich 2 km besuchen kann, Dieses einmalige Zeugnis der technischen Kultur, welches eines der ältesten sich noch in Betrieb befindlichen Werke, wurde gleichzeitig mit Krakau in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Viele der Gänge existieren seit 700 Jahren. Das weiße Gold der Salzminen verschaffte im Mittelalter den polnischen Königen ein Drittel der ihrer gesamten Einnahmen. Die Führung beginnt hier in 64 m Tiefe, die alte unterirdische Förderkammern, Salzseen, Salzkapellen, die berühmte unterirdische Sankt Kinga Kapelle ( 54 x 17 x 12 Meter), Salzskulpturen, Salztreppen, Salzreliefs, Salzkronleuchter usw.
Schwarze Madonna - aus Tschentochau: Das Paulinerkloster besuchen ca. 4 bis 5 Millionen Pilger jährlich und ist somit der heiligste Ort der polnischen Katholiken. Seit Jahrhunderten kommen im August hunderttausende Menschen zu Fuß hierher , um das Bild der "Schwarzen Madonna" - Königin Polens- zu sehen. Interessant sind das Klostermuseum und die Schatzkammer, in der man viele alte Bilder, kostbare Bekleidungen und Gaben verschiedener prominenter Besucher bewundern kann.