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Gdansk/Danzig


Unter folgenden Internet-Adressen finden Sie umfangreiche Informationen zur Stadt Gdansk (Danzig):

http://de.wikipedia.org/wiki/Danzig
www.danzig.de
www.ostsee-urlaub-polen.de/gdansk


Danzig (Gdansk) in Kürze
 


Danzig zählt beinahe eine halbe Million Einwohner, es ist die Meerhauptstadt Polens und zugleich ein großes Zentrum für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, populäres Zentrum für Tourismus. Die an der Danziger Bucht, an der südlichen Ostseeküste gelegene 1000 Jahre alte Hansestadt erfüllte seit Jahrhunderten die Schlüsselrolle bei dem Warenaustausch zwischen Nord- und Westeuropa und den Ländern in Mittel- und Osteuropa. Das heutige Danzig ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Pommern und ein wichtiges Verwaltungszentrum.


Danzig im Blick

In seiner langen und stürmischen Geschichte stand Danzig über 150 Jahre lang unter der Herrschaft des Kreuzritterordens, erlebte seine goldenen Jahre unter dem Zepter polnischer Könige, war Monopolist im Holz- und Getreidehandel sowie wichtiges Mitglied der Hanse. Danzig ist eine der attraktivsten Städte Polens. Sowohl die Lage als auch ihre Geschichte und die Vielzahl von Baudenkmälern ziehen jährlich Tausende von Besuchern an.


Anreise/Verkehr

Von Gdansk nach Berlin sind es 485 km, nach Warschau rund 350 km. Per Auto bieten sich von Deutschland aus mehrere Strecken an, unter anderem die E 28, die über Szczecin und südlich der Ostsee weiter über Koszalin und Slupsk führt. Westlich der Dreistadt ist die Strecke autobahnähnlich ausgebaut.

Die Stadt verfügt über günstige inländische und ausländische Land-, Wasser- und Flugverbindungen. Am bequemsten ist natürlich die Anreise per Flugzeug. Eine Direktverbindung gibt es von Frankfurt/Main und Hamburg. Reisende von anderen Flughäfen müssen in Warszawa umsteigen. Vom Flughafen in Rebiechewo, westlich von Gdansk gibt es einen regelmäßigen Bustransfer ins Zentrum. Wer etwas mehr Zeit für die Anreise hat und außerdem dabei völlig entspannen möchte, für den bietet sich die Anreise über die Ostsee, mit einer Autofähre oder einem Kreuzfahrtschiff.

Per Bahn
führt die Reise von Berlin aus über Szczecin oder über Poznan nach Gdansk. Außerdem verkehrt ein direkter Nachtzug zwischen beiden Städten. Der Hauptbahnhof befindet sich unweit der historischen Altstadt.

Die Anreise mit dem Auto ist ein wenig aufwendiger, dafür bietet sie die Möglichkeit, das Land etwas besser kennen zu lernen. Es bieten sich drei Routen an. Die erste beginnt am / Grenzübergang Frankfurt Oder und führt anschließend über Schwiebus (Swiebodzin), Pniewy, Samter (Szamotuly), Obornik (Oborniki), Schneidemühl (Pila), Schlochau (Czluchów), Konitz (Chojnice), Preussisch Stargard (Starogard Gdanski), Dirschau (Tczew) nach Danzig (Gdansk). Die zweite beginnt etwas nördlicher, am Grenzübergang Küstrin, und führt über Landsberg (Gorzów Wielkopolski), Deutsch Krone (Walcz), Schlochau (Czluchów), Konitz (Chojnice), Nowa Karczma, Berent (Koscierzyna) nach Danzig. Die dritte Route führt schließlich im Norden, beginnend mit dem Grenzübergang Kolbitzow bei Stettin und geht weiter über Gollnow (Goleniów), Naugard (Nowogard), Köslin (Koszalin), Stolp (Slupsk), Lauenburg (Lebork), Neustadt (Wejherowo) nach Gdingen, Zoppot und Danzig. Die schnellste ist sicherlich die nördliche Route, die landschaftlich reizvollste die zweite, da sie über die Kaschubische Seenplatte (Schweiz) führt.

Die Bereiche der Rechtsstaat und der angrenzenden Altstadt sind am besten zu Fuß zu erschließen. Für weitere Wege gibt es ein gutes Netz an Straßenbahnen und Bussen. Der Preis für eine einfache Fahrt kostet im Bereich der Dreistadt 2,40 Zloty, ein Tagesticket 7,20 Zloty. Zwischen Gdansk, Sopot und Gdynia verkehrt auch eine S-Bahn.

Taxifahrten
sind in der Regel preiswert. Unbedingt darauf achten, dass die Tarife von außen gut sichtbar ausgehängt sind. Der Grundpreis tagsüber beträgt zwischen 5 und 6 Zloty, der Kilometerpreis etwa 1,50 bis 2 Zloty. Seriös sind Taxen, die einer Kooperative angehören und auf dem Dach deutlich sichtbar die jeweilige Funknummer führen.


Sehenswürdigkeiten

Ein Großteil der Sehenswürdigkeiten liegen in der Danziger Rechtsstaat. Sehenswert ist der Königsweg, auf dem der Besucher das Hohe Tor, den Stockturm an der Peinkammer, das Goldene Tor, den St. Georgs-Hof, die Langgasse mit den historischen Bürgerhäusern, das rechtsstädtische Rathaus, den Langen Markt mit dem Neptunbrunnen, den Artushof und das Grüne Tor (Foto links) besuchen kann.

Weitere Sehenswürdigkeiten: die Lange Brücke an der Mottlau mit dem für Danzig typischen Krantor (Foto unten) aus dem 15.Jh.; die Marienkirche, die größte Kirche Polens und auch die größte Backsteinkirche der Welt (Foto ganz unten), in der 25.000 Personen Platz finden; mit der sich anschließenden Frauengasse, in der es die nur in Danzig zu findenden Beischläge gibt; die Nicolai-Kirche aus dem 14. Jh.; Dominikanerkirche; das Nationalmuseum.

In der Altstadt besuchen Sie das Altstädtische Rathaus, erbaut 1587-1595, die Festung Weichselmünde, die große Mühle aus dem 14. Jh., die Katharinen-Kirche aus dem 13. Jh. und damit die älteste Kirche Danzigs.


Ausflüge

Eine Schifffahrt zur Halbinsel Hel/Hela ist sehr zu empfehlen. Die Halbinsel, die wie ein schmaler krummer Finger in die Bucht von Gdansk ragt, ist ca. 35 Kilometer lang, an der schmalsten Stelle kaum 200 Meter breit und teilweise von hohen Dünen bedeckt. Zum offenen Meer gibt es einige der schönsten Sandstrände an der ganzen Ostseeküste. Als Sehenswürdigkeit sind die alten Fischerhäuser und das in der ehemaligen gotischen Kirche aus dem 15. Jh. beherbergte Fischermuseum.

Eine Fahrt nach Krynica Morska (Kahlberg) lohnt sich immer. Getreu dem Motto "Pack die Badehose ein" ist baden hier angesagt. Obwohl es in der Vergangenheit Probleme mit der Wasserqualität gab, ist das Wasser schon klarer. Von Kahlberg verkehren Ausflugsdampfer über das Haff nach Elblag/Elbing und Frombork/Frauenburg.

Oliwa (Oliva)
- Das Zentrum des nordwestlich gelegenen Vorortes Oliwa wirkt wie eine Oase der Stille. Mitte des 12. Jahrhundert errichteten dort Zisterzienser ihr Kloster. Die ehemalige Klosterkirche wurde nach einem Brand um 1350 im gotischen Stil erneuert. Wertvollstes Einrichtungsstück ist die Orgel, die 1763 bis 1788 von Johann Wulf gebaut wurde. Sie besteht aus insgesamt 7876 Pfeifen und ist für ihren hervorragenden Klang weltberühmt. Hier finden beinahe täglich Konzerte statt.

Westerplatte
- Die Halbinsel, unweit von Danziger. Am 25. August 1939 lief das Schulschiff „Schleswig-Holstein“ in den Danziger Hafenkanal ein und machte gegenüber der Westerplatte fest. Die Einnahme der Westerplatte im Zuge des nahenden Krieges war ursprünglich nicht geplant. Sie wurde erst durch den Kampfauftrag nötig, den die „Schleswig-Holstein“ am 28. August erhielt. Im Morgengrauen des 1. Septembers 1939 begann hier der 2. Weltkrieg. Die Deutschen Truppen erlitten unter Führung von Oberleutnant Henningsen erhebliche Verluste. Der polnische Widerstand unter der Führung von Major Henryk Sucharski dauerte ca. eine Woche. Geblieben sind heute noch zerstörte Kasernen und der Bunker. Geschichtliche Hintergründe sind im kleinen angrenzenden Museum zu erfahren.

Sopot/Zoppot
, einst das vornehmste Seebad an der gesamten Ostseeküste. Es knüpft heute wieder an seine große Vergangenheit an und bietet ein sehr gutes Freizeit- und Kulturangebot. Sehenswert ist die 516 Meter langen Holzbrücke. Das Internationale Liederfestival im August sollten sich sich nicht entgehen lassen.

Frauenburg/ Frombork - die Stadt deren Geschichte sich bis ins frühere Mittelalter zurück verfolgen lässt, wird von der festungsartig bewahrten Klosteranlage beherrscht. Zahlreiche Besucher aus der ganzen Welt zieht dieser Ort an. Schmale Gassen führen zu einem kleinen Hafen, wo im Sommer Spazierdampfer ankern. Im Bischofspalast aus dem 14. Jh. kann man das Kopernikus-Museum und das Planetarium besichtigen.

Sztutowo (Stutthof) - GEDENKSTÄTTE MUSEUM STUTTHOF - Stutthof ist ein kleines Dorf in der Nähe der Danziger Bucht. Es sollte hauptsächlich zur Ausrottung der bedeutendsten Polen dienen, die eine national bewusste und patriotische Haltung zeigten und zur Vernichtung der polnischen Intelligenz in der Freien Stadt Danzig und in Westpreußen. Ab Anfang 1942 fungierte Stutthof dann als Konzentrationslager. Die Gedenkstätte ist in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. September täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Malbork (Marienburg) - Die imposante Burganlage gilt als die größte mittelalterliche Klosterfestung und war für Polen jahrhundertelang der Inbegriff des deutschen Drangs nach Osten. In seiner über 700-jährigen Geschichte wurde die Burg ständig umgebaut und vergrößert. Sie wurde mehrmals zerstört, geplündert und immer wieder aufgebaut und renoviert, von Polen und Deutschen. Hier begann ausgehend von der Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1410 der Niedergang des Deutschen Ordens.