Brasilien und die Maxi-Basketball Weltmeisterschaft 2011 – ein tolles Erlebnis und ein Supererfolg für unsere Damen Ü45

Wer hätte das gedacht: im Vorfeld als chancenreicher Außenseiter gehandelt avancierte unsere Damenmannschaft Ü45 zum Hoffnungsträger des gesamten deutschen Teams.
Mit großartigem Tempospiel rasten unsere acht Damen durch die Vorrunde und besiegten alle Gegner eindrucksvoll. Vier Siege (gegen Brasilien B 52:23, gegen Honduras 73:39, gegen Russland/Spartak Moskau 63:38 und gegen Tschechien 84:41) führten unsere Damen ins Halbfinale, und jetzt galt es Farbe zu bekennen. Ein aufregendes Spiel mit wechselnder Führung stand fast immer auf der Kippe, und neben der wie schon in der Vorrunde großartig aufspielenden Tessa Winter war Marzena Carneczka die Spielerin der letzten Minuten. Mit zwei Dreiern wurde ein knapper, aber verdienter Sieg über Estland (45:41) erkämpft, und das Finale war erreicht. Hier warteten alte Bekannte, nämlich die Russinnen von Dynamo Novosibirsk. Leider erwiesen sich die Russinnen wiederum als zu stark (vielleicht zum letzten Mal), aber der Abstand dieser beiden Mannschaften wird immer geringer, denn unsere Mädels unterlagen nach großem Kampf nur mit 52:45. Herzlichen Glückwunsch an unsere acht Mädels: Doro Kern, Ulla Braune, Heike Schönau, Steffi Buchta, Claudia Impekoven, Susanne Alte und die schon erwähnten Marzena Carneczka und Tessa Winter (mit insgesamt 93 Punkten auch unter den besten 20 Korbjägerinnen des gesamten Turniers).
Die Damen 50+ hatten diesmal ein wenig Pech. Nach zwei Siegen in Vorrunde (gegen mit Brasilien B 38:33 und Slowenien 37:19) winkte schon wieder eine Medaille, aber dann folgten zwei unglückliche, äußerst knappe Niederlagen gegen Tschechien 50:54 n.V. und noch mal gegen Brasilien B mit 46:47, so dass deutschen Mädels diesmal nur mit dem 6. Platz zufrieden sein mussten.
Nun zu den Herren:
Unsere 40+ Mannschaft war, wie eigentlich schon im Vorfeld erwartet, die deutsche Mannschaft, die sich mit dem sehr guten 5.Platz am besten von allen Männermannschaften platzierte.
Leider traf die Prognose über die Chancen unserer Mannschaft voll zu, Litauen (der spätere Bronzemedaillengewinner) erwies sich bei der 63:70 Niederlage in der Gruppenphase als zu stark, so dass uns die Siege über Uruguay (81:53) und Venezuela (86:40) nur auf Platz 2 der Gruppe führten. Dadurch wartete in der Zwischenrunde der spätere Weltmeister Brasilien auf unsere Jungs. Nach großem Kampf gab es leider eine 74:87 Niederlage, und damit war nur noch Platz 5 möglich, der durch den 107:91 Sieg über Argentinien auch erreicht wurde. Danach wartete aber für den besten Spieler unserer Mannschaft noch ein große Überraschung und eine große Ehre: Dean Jenko wurde als bester Korbjäger der gesamten Weltmeisterschaft mit einem großen Pokal ausgezeichnet. Er erzielte in fünf Spielen 145 Punkte, was einem Schnitt von 29 Punkten pro Spiel entspricht. Herzlichen Glückwunsch für diese großartige Leistung.
In der Kategorie 50+ war das Ziel für Deutschland A ebenfalls das Halbfinale, und dafür sah es nach den ersten Tagen noch sehr gut aus, denn zum Auftakt wurde in einer sehr spannenden Partie der amtierende Europameister aus Slowenien mit 55:52 geschlagen und die nächsten Spiele (gegen Peru 72:37 und Argentinien 97:35) sehr souverän gewonnen. Doch dann wartete der amtierende Weltmeister aus den USA. Und so wie in Prag waren die Amis wieder zu stark für unser Team, die Niederlage mit 64:90 war deftig und somit war nur noch Platz 5 möglich, der aber auch durch eine Niederlage gegen Puerto Rico (56:61) verspielt wurde. Der 7. Platz (85:43 gegen Brasilien B) war schon auf Grund einiger schwerer Verletzungen dann doch noch einigermaßen versöhnlich.

Das Team Hamburg, als Deutschland B angetreten, hatte ganz andere Ziele. Die Mannschaft von Thomas Reimann wollte endlich den 1. Sieg, der nach der Vorrunde (41:62 gegen Brasilien B, 39:75 gegen Tschechien B und 40:63 gegen Estland) aber noch nicht in Sicht war. Aber in den Platzierungsspielen schlug dann die große Stunde, denn es folgte nicht nur ein Sieg, sondern es wurden Argentinien mit 58:47 und Peru 57:54 besiegt. Hier war Mohammed Atya der Vater der Siege, herzlichen Glückwunsch zum 13. Platz.
Das Team 55+ hatte es sehr hart getroffen, denn der spätere Vizeweltmeister mit der Dominikanischen Republik (38:81) und Brasilien A (54:66) waren in der Vorrunde nicht zu schlagen, dann folgte endlich ein Sieg gegen Tschechien A mit 45:31, so dass wenigstens Platz 9 möglich war. Aber leider folgte eine weitere Niederlage gegen Brasilien B mit 46:59, doch zum Abschluss konnte durch ein 54:47 gegen Litauen B der 11. Platz erreicht werden.
Die Leistung der 60+ Mannschaft war leider ziemlich enttäuschend. Als Vize-Weltmeister von Prag angetreten, konnte wir aber zu keiner Phase des Turniers an unsere sehr gute Leistung von vor zwei Jahren anknüpfen.
Argentinien konnte zwar ohne Probleme besiegt werden (71:25), aber schon in diesem Spiel zeigte sich, dass wir über den größten Teil des Spiels als Mannschaft nicht sehr gut funktionierten. Dies wurde noch deutlicher am zweiten Tag gegen Litauen. Eine knappe Halbzeit konnten wir noch mithalten, gerieten aber dann in einen 9-Punkte-Rückstand, den wir zu keiner Phase des Spiel egalisieren konnten. Die Niederlage mit 47:66 zeigte auch in der Höhe den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften auf. Leider konnten wir auch im 3. Gruppenspiel gegen Tschechien A unsere Leistung nicht steigern. Hier war bereits das erste Viertel das Ende aller Träume auf das Viertelfinale und damit ein Platz unter den ersten Acht. Mit schlechter Wurfleistung und falscher taktischer Einstellung lagen wir nach zehn Minuten mit 4:21 zurück, um am Ende mit 37:52 zu verlieren. Der 9. Platz war jetzt nur noch möglich, und der wurde nach Siegen über Griechenland (80:46) und die Slowakei (73:29) und der abschließenden Niederlage gegen Chile 43:52 knapp verfehlt. Der 10. Platz konnte keinen von uns zufrieden stellen, und wir müssen nach Gründen forschen, um es im nächsten Jahr in Kaunas bei der Europameisterschaft hoffentlich besser zu machen.
Als Fazit gilt festzuhalten, es waren tolle Tage in Natal, und es wurden viele Rekorde aufgestellt: 161 Mannschaften mit 2.500 Teilnehmern aus 29 Ländern machten 428 Spiele und tranken bei der Players Night 1.350 Liter Bier und 500 Liter Calpirina und wir haben acht Vize-Weltmeisterinnen.
Auf nach Kaunas im Juli 2012 zur Europameisterschaft.
Euer Hans-Jürgen „Ducki“ Duchstein
Fotos: Nils Grand
Auf nach Brasilien zur Maxi-Basketball Weltmeisterschaft 2011 in Natal
Nach den tollen Erfolge bei der letzten Weltmeisterschaft in Prag 2009 reisen wir mit großer Zuversicht nach Brasilien. Sieben Mannschaften wagen den Sprung über den großen Teich und wollen wieder großartigen Basketball spielen. Zwei Damen und fünf Herren-Mannschaften sind in Natal dabei. Die Damen 50+ haben schon fast ein Abonnement auf Medaillen und sind auch diesmal sehr zuversichtlich. Neun Mannschaften in drei Gruppen wollen ins Finale und Deutschland muss sich bei guten Chancen mit Brasilien B und Sloweien auseinandersetzen. Mal sehen, wohin der Weg führt. Die Damen 45+ sind nur mit einer kleinen Mannschaft vertreten, hier gab es im Vorfeld leider einige Absagen, die die Mannschaft erheblich geschwächt haben. Die Konkurrenz ist groß mit weiteren elf Mannschaften in drei Gruppen. In der Vorrunde muss unsere Mannschaft gegen Brasilien B, Honduras und Russland A bestehen.
Jetzt zu den Männern: Die 40+ Mannschaft hat noch einmal aufgerüstet, um endlich das Ziel Halbfinale zu erreichen. Hier soll neben Dean Jenko und Nils Becker, besonders Björn Meyer-Schomann helfen. Die Konkurrenz ist groß, 16 Teams wollen Gold, aber die Vorrunde mit Uruguay und Venezuela A ist machbar, Litauen könnte hier der Stolperstein sein. In der Kategorie 50+ treten wieder zwei Teams mit sehr unterschiedlichen Ambitionen an. Deutschland A mit John Dronsella will ebenfalls das Halbfinale, aber die Verletzung von Rainer Greunke könnte dieses Ziel durchkreuzen. 20 Teams in sechs Gruppen haben das gleiche Ziel und Deutschland A muss sich in der Vorrunde mit Argentinien, Peru und Slowenien auseinandersetzen. Das zweite Team um Kapitän Thomas Reimann will endlich den ersten Sieg, dazu warten in der Vorrunde Brasilien B und Tschechien B. Viel Glück dazu!
Das Team 55+ hat es sehr hart getroffen, denn zum einen kann der Kapitän Jürgen Freybe aus persönlichen Gründen nicht mit nach Brasilien und außerdem meinte das Los es auch nicht gerade gut mit den Deutschen. In der Vorrunde wartet nämlich mit Brasilien A einer der Turnierfavoriten und Tschechien A und die Dominikanische Republik sind auch nicht ganz ohne. Vielleicht gelingt uns eine Überraschung. Last but not least zu den Chancen der 60+ Mannschaft. Deutschland tritt hier als Vize-Weltmeister an, aber dieses Ziel ist für Brasilien sehr hoch gesteckt. Für die Mannschaft um den Kapitän Ralph Ogden und Delegationsleiter Dr. Hans-Jürgen Duchstein ist das erneute Erreichen des Halbfinales das große Ziel, was dann passiert werden wir sehen. Aber zunächst muss die Vorrunde überstanden werden, denn hier kommt es zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit Litauen und da haben wir seit der Niederlage bei den letzten Europameisterschaften noch eine Rechnung offen. Zu dem müssen Argentinien und Tschechien geschlagen werden. Aber in einer Woche wissen wir mehr, vielleicht ist dann der Weg Richtung Finale wieder möglich.
Verfolgt unseren Weg in Brasilien, über die Homepage des DBB und über fimba.net
Euer Hans-Jürgen „Ducki“ Duchstein
Nachlese zur Maxi-Basketball Europameisterschaft 2010 in Zagreb
Die Damen retten die deutsche Ehre - die Herren enden leider nur im Mittelfeld
Toller Erfolg unserer Damen Ü40: Silbermedaille nach großartigen Leistungen bei der EM in Zagreb. Eigentlich wollten Biggi Menz, Petra Gerdes, Doro Kern und Grit Lißon ihren Titel-Coup von Hamburg 2006 wiederholen, aber die Litauerinnen hatten im Endspiel etwas dagegen und holten den Titel in den Nordosten Europas.
Trotzdem war es für die Damen ein sehr gutes Turnier mit 4 Siegen und nur einer Niederlage, an dem auch Kathrin Uhrlau, Trixi Bernleithner, Stephanie Buchta, Claudia Impekoven und besonders Tessa Winter und Zsuzsanna Boksay großen Anteil hatten. Und vielleicht war es auch das große Glück, dass Frank Menz zufällig in Zagreb mit seiner Frau Urlaub machte und den Mädels den einen oder anderen Tip geben konnte.
Auch für die Ü45 und Ü50 Damen war es ein durchaus gelungenes Turnier, obwohl beide Mannschaften mit Platz 5 bzw. Platz 4 die Medaillen knapp verfehlten. Wie knapp es wirklich war, zeigen einige Einzelergebnisse. Die Ü45 Damen verloren in der Vorrunde gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Slowakei mit 41:45 nur sehr knapp und verpassten somit einen möglichen 3. Platz.
Noch enger und sehr viel unglücklicher verlief das Turnier für unsere Ü50 Damen. Nach drei Niederlagen und einem Sieg konnte trotzdem das Spiel um Platz 3 erreicht werden; aber im Spiel gegen Kroatien lief einiges schief und die beiden kroatischen Schiedsrichter waren auch nicht gerade auf unserer Seite und so endete das Spiel 54:56 gegen uns. Das war sehr bitter für unsere Damen mit dem Medaillenabonnement bei den letzten Meisterschaften. Bei der WM in Brasilien wird es bestimmt wieder besser.
Mit hohen Erwartungen nach Zagreb gereist, konnte keine der Herren–Mannschaften auch nur annähernd überzeugen. Wenn das allen ambitionierten Mannschaften passiert und die Qualität der Teams eigentlich sehr hoch ist, müssen wir nach anderen Gründen suchen, warum sich die erhofften Erfolge nicht einstellten. Sicherlich hat jede der Mannschaften einen oder mehrere spezifische Gründe für diese Ergebnisse, aber ein Grund gilt sicherlich für alle: Auch wenn wir jetzt in einigen Turnieren zusammengespielt haben - die Mannschaften haben miteinander zu wenig Spielpraxis, besonders wenn man das mit allen osteuropäischen Mannschaften vergleicht. Es genügt nicht, nur zum Turnier anzureisen und dann zu sagen „Wir werden das alles schon hinbekommen“. Die Quittung bekommt man dann sehr schnell: einen Mittelplatz - wenn auch manchmal viel Pech dabei war.
Am besten abgeschnitten hat die Mannschaft Ü40. Das kam nicht ganz unerwartet, da sich die Mannschaft von Nils Klauck an mehreren Wochenenden gut vorbereitet hatte. Trotzdem waren die Italiener (1.), die Russen und der Gastgeber Kroatien nicht zu schlagen, aber mit einem 61:56 über Griechenland wurde wenigstens der 5. Platz erreicht.
Das Team Germany 1 bei Ü50 hatte sich im Vorfeld mindestens das Halbfinale ausgerechnet. Aber die späteren Endspielteilnehmer Griechenland und Slowenien erwiesen sich als zu stark, auch wenn die Niederlagen nur knapp ausfielen. Da dann aber auch gegen Schweden nicht gewonnen werden konnte, wurde nur noch der sicherlich enttäuschende 7. Platz erreicht.
Das zweite deutsche Team wollte wenigstens einen Sieg; der wurde gegen Tschechien aber mit 39:44 knapp verpasst, so dass nach drei weiteren Niederlagen nur der 13. Platz erreicht wurde. Schade, dass in dieser Altersklasse kein Endspiel stattfand, weil die Griechen bereits abgereist waren und dadurch Slowenien kampflos Europameister wurde.
In der Kategorie Ü55 standen zwei Niederlagen auch zwei Siege gegenüber, aber die Siege kamen zu spät, so dass auch hier nur der 7.Platz mit Siegen gegen die Slowakei und gegen Tschechien erreicht wurde.
Sehr unglücklich verlief das Turnier für das Ü60-Team. Der Veranstalter hatte mit der Auslosung sicherlich keine glückliche Hand, denn es standen sich im Auftaktspiel der 2. (Deutschland) und 3. (Russland) der letzten WM in Prag gegenüber. Das deutsche Team verlor deutlich, erreichte aber nach einem deutlichen Sieg über die Ukraine dennoch das Viertelfinale gegen Litauen. Dieses sollte das Schlüsselspiel des Turniers werden, denn bei einem Sieg hätte die Mannschaft wahrscheinlich auch das Finale erreicht, da mit Finnland ein sehr leichter Halbfinalgegner wartete. Dies erreichte aber Litauen nach einem knappen 57:53 Sieg und es blieb am Ende nur Platz 6. Im Finale siegten die Russen gegen Litauen und wurden verdient Europameister.
Als Fazit bleibt dann nur eine Medaille, aber die Erkenntnis, es beim nächsten Mal etwas besser machen zu wollen. Was erwartet uns im nächsten Jahr? Die WM in Natal/Brasilien vom 24.6. bis 3.7. 2011, ein Ziel, dass sicher wieder neue Kräfte freisetzen wird, denn nach der EM ist vor der WM.
Euer Ducki
Hans-Jürgen Duchstein
Alle Ergebnisse unter:
http://www.maxibasketballzagreb2010.com/competition-schedule-results/
Euer Ansprechpartner für alle Fragen zu den Deutschen Teams bei den FIMBA Turnieren:
Hans-Jürgen "Ducki" Duchstein
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