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Rollstuhlbasketball
Talente mit Perspektive

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Persönlichkeiten aus dem Bereich Schulsport


Gerhard Naumann

Seit 1980 war der DBB-Jugendsekretär Gerhard Naumann beim Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" nicht wegzudenken. Mit großer Umsicht und Sachverstand zeichnete er stets für den Schiedsrichtereinsatz und für die Organisation verantwortlich. Großen Wert legte er dabei immer auf die Länderneutralität der Schiedsrichter.

Zu seinem Abschied von der aktiven "JtfO-Bühne" im Jahr 2001 hatte ihn der Vorstand von JtfO zusammen mit seiner Frau Rosi eingeladen, um ihm persönlich den Dank für die geleistete Arbeit auszusprechen. Beim Empfang zum 61.Bundesfinale überreichte der Vorstand Gerhard Naumann als Erinnerung eine JtfO-Goldmedaille aus dem Jahr 1991, als der Basketball sein 100jähriges Jubiläum feierte. Der DBB-Verantwortliche für JtfO Mathias Ramsauer schloss sich den Glückwünschen an und gratulierte besonders Frau Naumann nachträglich mit einem großen Blumenstrauß zum Geburtstag, den sie am Vortag feiern konnte. Schließlich musste sie in allen Jahren bei der Geburtstagsfeier auf ihren Mann verzichten, da zu ihrem Geburtstag immer das Bundesfinale zur Austragung kam.



Ernst Michalowski
Schulsportbeauftragter des DBB

Frau Dr. Inge und Ernst Michalowski  sind am Freitag, 12. Januar 2001 auf dem Hagener Friedhof Hohenleye zur letzten Ruhe gebettet worden. Der ehemalige DBB-Vizepräsident Ernst Michalowski starb am 31. Dezember 2000 im Alter von 86 Jahren in seinem Hagener Heim, während seine Gattin am 5. Januar 2001 78-jährig nach langer schwerer Krankheit in einer Stuttgarter Klinik die Augen schloss. Beide Persönlichkeiten haben das sportliche und kulturelle Leben in Hagen beeinflusst.

Mit Ernst Michalowski hat die gesamte deutsche Basketball-Szene einen der letzten echten "Pioniere" verloren. Bis zuletzt blieb sein Engagement für den Sport unter den Körben ungebrochen. Ernst Michalowski, der im hohen Alter sogar noch selber aktiv am (Basket)-Ball war und bereits 1966 als Spieler mit den Senioren des SSV Hagen Deutscher Meister wurde, kam 1949 als Lehrer von Herford nach Hagen zum Albrecht-Dürer-Gymnasium. Dort gründete er die Basketballgruppe, die später (am 6. Mai 1951) den Grundstock der Basketballabteilung des SSV Hagen (heute Brandt Hagen) bildete. 1952 folgte die Gründung des Basketballkreises Hagen ebenfalls durch Ernst Michalowski.

Für den deutschen Basketball hat sich der Verstorbene besonders durch seine unermüdliche Arbeit rund um den Schulsport mehr als verdient gemacht. Er richtete beispielsweise 1966 das erste landesweite Schulturnier in Hagen aus. Von 1955-1959 sammelte Ernst Michalowski "Funktionärs-Sporen" als Jugendwart des Westdeutschen Basketballverbandes, 1963 wurde er zum Vizepräsidenten des Deutschen Basketball Bundes gewählt. Bis 1967 blieb er in dieser Funktion, ehe er für mehr als zwanzig Jahre (1968-1989) als Schulsportbeauftragter des DBB wirkte.

In diese lange Zeit fallen unzählige Leistungen, die den Basketball in Deutschland weitergebracht haben. Von 1982 bis 1989 war Ernst Michalowski zudem im Vorstand des Vereins "JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA" tätig. Am 20. April 1995 erhielt der damals 80-jährige das Bundesverdienstkreuz. Der Deutsche Basketball Bund trauert um einen Mann, dem er sehr viel zu verdanken hat.



Dietrich Nebel
Schulsportbeauftragter des DBB

Am 23.Dezember 2002 hieß es für Familie, Freunde und Wegbegleiter Abschied zu nehmen von Dietrich Nebel, der nach langem Kampf gegen seine Krankheit verstorben ist.

Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass mit Dietrich ein Leben mit und für den Basketball zu Ende gegangen ist. Schon als Schüler kam er mit dieser schönen Sportart in Berührung und seitdem ließ sie ihn nicht mehr los. Dietrich Nebel wurde Basketballer mit Leib und Seele! Da traf es sich gut, dass seine spätere Frau Helga diesem Sport genauso angetan war wie gleichfalls Tochter Kirsten. So hatte Dietrich zu Hause den Rückhalt, den er brauchte, um seine vielfältigen Funktionen und Aufgaben zu erfüllen. Über drei Jahrzehnte stellte sich Dietrich in den Dienst der Gemeinschaft.

So war er die Seele der Basketballerinnen und Basketballer "seines" Osnabrücker Sport Clubs, für den er in vielfältigen Funktionen im organisatorischen wie auch im sportlichen Bereich aktiv war. Dietrich Nebel und der Osnabrücker Basketball wurden vielfach und zu Recht als Einheit gesehen. So war sich Dietrich beispielsweise auch nicht zu schade, frühmorgens im Bereich Weser-Ems unterwegs zu sein, um ein Basketballspiel als Schiedsrichter zu leiten. Danach wieder zurückzufahren, damit er eine Mannschaft coachen konnte. Im Bestreben, gerade im Jugendbereich auch außerhalb des Vereins etwas zu bewirken, wurde er sodann Schulsportbeauftragter bis hin zur Bundesebene. Dem Basketball-Unterbezirk Osnabrück stand er zudem eine Zeitlang als Vorsitzender zur Verfügung.

Eine bedeutende Station seines sportpolitischen Lebens war sicherlich das Amt des Präsidenten des Niedersächsischen Basketballverbandes, das er vier Jahre bekleidete. Eine nicht leichte Phase des Verbandes leitete er in souveräner Art und Weise. Hier sei nur genannt, dass in der Zeit seiner Amtsführung die Jugend- und Leistungssportarbeit durch die Einstellung eines zweiten Landestrainers verstärkt wurde. Auch erfolgte eine Neubesetzung und Modernisierung der Geschäftsstelle. Es zeichnete ihn aus, dass er nach dem freiwilligen Ausscheiden aus diesem Amt - er wollte sich wieder verstärkt seinem Verein widmen - der NBV-Jugendarbeit als Leistungssportbeauftragter weiterhin dienen wollte. Leider gab ihm seine Erkrankung dazu nicht mehr die Gelegenheit.

Dietrich Nebel hatte ein großes Gespür für Gerechtigkeit und war gewillt, sich für sie mit voller Kraft einzusetzen. Dabei nahm er auf sich keine Rücksicht. Er handelte nicht unter der Prämisse, ob's ihm persönlich nutzte, ob er sich mit seinem Anliegen Freunde machte, sondern ausschließlich danach, ob's der Sache half. Dietrich redete nicht um den heißen Brei herum, sondern sagte was er dachte und tat, was er sagte! Dietrich war engagiert, berechenbar und ehrlich!