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Deutsche Meisterschaft Ü45 2011 in Köln ein großer Erfolg


Änderung der Ausschreibung beschlossen

Die perfekte Hallensituation, das passende Wetter und eine hervorragende Vorbereitung machte dieses Turnier in Köln zu einem besonderen Ereignis: am 7./8. Mai 2011 richtete die DJK Köln-Nord die 5. Deutschen Meisterschaften der Ü45-Herren aus. 16 Teams aus dem gesamten Bundesgebiet, gespickt mit Ex-Nationalspielern wie Christoph Körner, Martin Schimke, Armin Andres, John Dronsella oder Lutz Wadehn – um nur einige zu nennen – kämpften an zwei Tagen mit vollem Einsatz um den von Roland Geggus gestifteten Pokal und Urkunden. Seit diesem Jahr dürfen sich die Sieger auch offiziell Deutscher Meister nennen.


Deutscher Meister Ü45 2011: TSV Breitengüssbach. Foto: Müller-Laschet

Die Favoriten der letzten Jahre ließen aber diesmal anderen den Vortritt. Gastgeber Köln-Nord, Sieger in 2008 und 2009, patzte gegen den späteren Deutschen Meister TSV Breitengüßbach in der Vorrunde (33:33) und konnte sich in der Zwischenrunde auch gegen den Vorjahressieger DBV Charlottenburg nicht durchsetzen (36:43). Die Berliner hingegen verloren anschließend allerdings nur knapp gegen den TV Langen (42:44), während sich Breitengüssbach in der Zwischenrunde mit zwei deutlichen Siegen gegen Langendreer (39:20) und Freiburg (42:22) in Szene setzen konnte. So motiviert war dann auch das Endspiel gegen den TV Langen zwar umkämpft, aber dennoch mit 50:41 deutlich genug.

DBB-Koordinator Helmut Keil, der zusammen mit Alt-Internationalem Michael Pappert die Siegerehrung vornahm, lobte indes die gelungene Ausrichtung des zweitägigen Turniers. Im Ausblick auf die kommende Saison wurden Änderungen in der Qualifikation beschlossen. So sind die jeweils ersten Acht-Platzierten für das nächste Jahr direkt qualifiziert. Die weiteren Teams müssen sich dann durch Vorturniere qualifizieren. Das bedeutet, dass 2012 gleich vier WBV-Mannschaften qualifiziert sind: DJK Köln-Nord, Basketball Boele Kabel, BG Köln und BC Langendreer.

Die nächsten Ü45-Meisterschaften werden dann 2012 in Heidelberg stattfinden.

Endplatzierungen

1. TSV Breitengüßbach
2. TV Langen
3. DBV Charlottenburg
4. USC Freiburg
5. DJK Köln Nord
6. BB Boele Kabel
7. BG Köln
8. BC Langendreer
9. FC Tegernheim
10. BG Göttingen
11. BG Febro Magdeburg
12. KuSG Leimen
13. CVJM Erlangen
14. SV Germering
15. BG Suchsdorf-Kronshagen
16. SV Möhringen 


Die Endspielteams TSV Breitengüssbach (gelb) und TV Langen (rot). Foto: Müller-Laschet


Charlottenburg im vierten Anlauf souveräner Sieger


VON BERTRAM WAGNER

Bamberg/Breitengüßbach 2010 – Endlich geschafft! Dritter, Dritter, Zweiter und nun der „große Wurf“ bei den diesjährigen Bundesbestenspielen AK Ü45 für den DBV Charlottenburg, der bei der vierten Austragung dieser Titelkämpfe verdient den Sieg aus dem Frankenland an die Spree holte. Die Berliner beherrschten mit sechs Siegen in Folge die Szenerie und ließen sich auch im Finale gegen BG Magdeburg nicht aus der Erfolgsspur bringen.

Zum dritten Mal in Folge unter den besten Drei! Die Senioren IV-Basketballer des Veranstalters TSV Breitengüßbach bewiesen mit fünf Siegen ihre Spielstärke, fanden jedoch im Halbfinale (28:34) gegen den späteren Titelträger DBV Charlottenburg im wahrsten Sinne des Wortes ihren Meister. Das „kleine Finale“ gewann der TSV gegen den Erzrivalen aus Rosenheim mit 52:42 Punkten.

Auf dem Spielfeld musste der Veranstalter eine entscheidende Niederlage hinnehmen, abseits des Parketts jedoch präsentierte sich der TSVB als Meister in der Organisation dieses 16er-Feldes. DBB-Koordinator Helmut Keil (Münster) lobte zurecht das Kooperationsteam-Team Breitengüßbach/Baunach mit Hans-Jürgen Uch und Jochen Hirmke an der Spitze über den Schellenkönig. 49 Begegnungen – mit einer Nettospielzeit von 16:30 Stunden - an zwei Tagen verliefen ebenso reibungslos wie die „Players Night“ mit über 200 Personen im „Cafe Luitpold“.

 Foto: Bertram Wagner

Im Finale brannten die Breitengüßbach-Bezwinger aus Berlin ein Basketball-Feuerwerk ab, das mit „Altherren-Sport“ überhaupt nichts zu tun hatte. Dem Team aus Sachsen-Anhalt, das bereits sich in der Vorrunde an Charlottenburg die Zähne ausbiss (29:42), wurde vor der Pause vor Augen geführt, dass die Frage nach dem Gewinner schnell beantwortet ist. 39:22 zur Halbzeit – die Berliner erzielten vor der Pause fünf, anschließend noch einmal vier Dreier. John Dronsella, Andreas Wosnitzka und Thorsten Le Maire trafen sicher von jenseits der Dreier-Linie. Magdeburg mit einem überragenden Fred Thieme, dessen Pässe für Szenenapplaus sorgten, konnte nach der Pause besser mithalten, da der Sieger einen Gang zurückschaltete. Das 74:58-Endergebnis spricht eine deutliche Sprache. Dronsella, Wadehn und Co. wurden in der Graf-Stauffenberg-Halle mit „Standing Ovations“ begeistert gefeiert!

Dass der Titelträger DJK Köln-Nord diesmal nur auf Rang 8 landete, lässt sich leicht erklären. Das Trio Pappert/Körner/Zander fehlte verletzungsbedingt und so musste Köln nach einer erfolgreichen Vorrunde im zweiten Turnierabschnitt kleinere Brötchen backen.

Den TSV-lern geisterte immer noch, auch dem Sieg im „kleinen Finale“ gegen SB Rosenheim, die ärgerliche Niederlage am Vormittag des zweiten Turnier-Tages im Kopf herum. „Mit unserem Halbfeldspiel bekamen wir kaum freie Würfe, wir hätten schneller spielen müssen, zudem hatten wir zu viele Einzelaktionen„ (Ex-Nationalspieler Armin Andres), „Wir kamen einfach nicht ins Laufen, waren nicht wach genug und machten viele technische Fehler ( Organisator Hans-Jürgen Uch)“ – lautete die Ursachenforschung für die Niederlage des TSV. Charlottenburg war einfach besser und zog verdient ins Finale ein.

Fazit: Sportlich und organisatorisch lief bei dieser Großveranstaltung alles wie ein Schweizer Uhrwerk ab! Die Titelkämpfe 2010 werden positiv in Erinnerung bleiben!