Deutscher Basketball Bund
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Die DBB-Präsidenten


1. Präsident (1949-1953):
Dr. Siegfried Reiner (+ 1982)

Dr. Siegfried Reiner, in Ragnit geborener Ostpreuße, war von 1949 - 1953 der erste Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Als Breslauer Student gehörte Dr. Reiner der ersten deutschen Basketball-Olympiamanschaft an, die an den Sommerspielen 1936 in Berlin teilnahm. Nach dem 2. Weltkrieg betrieb Dr. Reiner, mittlerweile in München seßhaft geworden, die Gründung der "Gesellschaft zur Förderung des Basketballspiels in Deutschland" am 16. November 1947 in Darmstadt, aus der dann am 1. Oktober 1949 in Düsseldorf der Deutsche Basketball Bund hervorging. Vier Jahre lang gab er dem Dachverband als Sprecher starke Impulse. Den Sportagenturen lieferte er zudem jahrzehntelang die Basketball-Informationen, die er jeden Sonntag sammelte. Für die Zeitschrift des DBB sandte er gleichzeitig zweimal monatlich seine Beiträge aus Bayern.

Pflichtbewußtsein, Engagement, Treue, Menschlichkeit und Zuverlässigkeit waren für ihn eine Einheit, sowohl im Beruf als Lehrer als auch in seiner Funktion als DBB-Präsident. 1976 wurde Dr. Reiner das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Der DBB und der Bayerische Basketball-Verband zeichneten ihn mit der goldenen Ehrennadel aus. Dr. Siegfried Reiner verstarbam 12. Dezember 1982 im Alter von 73 Jahren.



2. Präsident (1953-1964):
Gerhard Nacke-Erich (+ 1984)

Gerhard Nacke-Erich, gebürtiger Bad Meinberger, war von 1953 - 1964 der zweite Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). Er war ein vielseitiger Sportler, zunächst Schwimmer, dann Leichtathlet und Ballsportler. Zahlreiche Erfolge konnte er dabei verbuchen. 1936 wurde er in den erweiterten Olympiakader für Basketball berufen, mußte infolge einer Verletzung jedoch vorzeitig ausscheiden. Seine berufliche Tätigkeit begann Gerhard Nacke-Erich nach seinem Studium und der Rückkehr aus der Gefangenschaft 1945 als Studeinassessor in Dortmund, ehe er in der Folge das Institut für Leibesübungen In Bonn aufbaute und später das Institut für Leibesübungen der TH Aachen sowie das Sportinstitut der Uni Münster bis zu seiner Pensionierung 1977 leitete.

Mit dem Vorsitz in den Schiedsgerichten des Hochschulsportverbandes begann seine Funktionärstätigkeit. So gehörte Gerhard Nacke-Erich auch zu den Mitbegründern des DBB. Insgesamt war er von 1949-1964 DBB-Vorstandsmitglied. Auf dem Bundestag 1953 in Karlsruhe löste er den ersten DBB-Präsidenten, Dr. Siegfried Reiner, ab. Die große Liebe von Gerhard Nacke-Erich galt dem Studenten- und Breitensport. Daher war er auch nicht bereit, den Weg zum Leistungssport (Bildung der Bundesliga) mitzugehen. Für Eingeweihte kam daher sein Rücktritt 1964 nicht unerwartet. Gerhard Nacke-Erich war Mitbegründer des USC Münster, stand von 1952-1954 dem Westdeutschen Basketball-Verband (WBV) vor und war von von 1978 bis zu seinem Tode Vorsitzender des Stadtsportbundes Münster. Desweiteren zählt er zu den Mitbegründern des Allgemeinen Deutschen Hochschulsport-Verbandes (ADH), für den er u.a. die Studentenweltmeisterschaften in Dortmund organisierte.

Der zweite DBB-Präsident führte seine Tätigkeiten unter folgendem Grundsatz aus: "(...) Wer aktiv gewesen ist in einem Sportverein, sollte auch bereit sein, die Organisation mit zu bewältigen. Wer in der Jugend Nutznießer war, soll im Alter auch etwas für die dann heranwachsende Jugend tun." Gerhard Nacke-Erich wurde am 23. Mai 1964 in Hagen zum dritten Ehrenmitglied des DBB ernannt. Desweiteren wurde u.a. er mit Goldenen Ehrennadel von DBB, WBV und DOG ausgezeichnet, und wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Gerhard Nacke-Erich verstarb am 13. April 1984 im Alter von 71 Jahren in Münster.



3. Präsident (1964-1973):
Hans-Joachim Höfig (+ 2006)

Hans-Joachim Höfig, gebürtiger Schlesier, war von 1964 - 1973 dritter Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB). In seinen jungen Jahren und später bei der Wehrmacht stand das Handballspiel im Vordergrund. Nach Kriegsende kam er nach seiner Umsiedlung von Lüdenscheid nach Hagen mit dem Basketball in Kontakt. Hans-Joachim Höfig gehörte zu den Mitbegründern der Basketball-Abteilung des SSV Hagen, die 1951 aus der Taufe gehoben wurde und die er von 1954 - 1956 leitete. Über diese Tätigkeiten kamen auch schnell Kontakte zum Westdeutschen Basketball-Verband (WBV), zu dessen 2. Vorsitzenden er schon 1956 gewählt wurde. Von 1960 - 1964 übernahm Hans-Joachim Höfig bis zu seiner Wahl zum DBB-Präsidenten den WBV-Vorsitz.

In der DBB-Präsidentschaft von Hans-Joachim Höfig wurden sehr weitreichende Entscheidungen getroffen, die die weitere Entwicklung des DBB maßgeblich bestimmt haben (z. B. finanzielle Sanierung, Einrichtung einer Geschäftsstelle, Einführung der Spielermarken etc.). Auch nach seiner Präsidentschaft war Hans-Joachim Höfig noch lange Jahre aktiv im Verband tätig, unter anderem lange Zeit für die Basketball-Werbe- und Ausstattungs GmbH BWA.

Hans-Joachim Höfig, der 31 Jahre lang die Gechäftsführung der Firma Bernd Frölich (Coca-Cola-Konzession für den Enneppe-Ruhr-Kreis und Hagen) innehatte, wurde 1982 zum DBB-Ehrenmitglied und 1986 zum DBB-Ehrenpräsident ernannt. Neben weiteren Ehrungen verlieh ihm der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverdienstkreuz am Bande und der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau die Sportplakette des Landes NRW. Bis zu seinem Tod am 21.12.2006 war Hans-Joachim Höfig häufig und gern gesehener Gast in der DBB-Geschäftsstelle.

Zu seinen Ehren wurde am 14.12.2007 die Geschäftsstelle des Deutschen Basketball Bundes in Hagen in das "Hans-Joachim-Höfig-Haus" umbenannt. Im Rahmen einer Feierstunde mit rund 80 geladenen Gästen und der Familie Höfigs würdigte der Deutsche Basketball Bund die zahlreichen Verdienste des verstorbenen Ehrenpräsidenten für den deutschen Basketball.



4. Präsident (1973-1984):
Anton Kartak (+ 2011)

Anton Kartak, gebürtig in Przemysl (Polen), war von 1973 - 1984 vierter Präsident des Deutschen Basketball Bundes. Der wohl größte Allround-Sportler unter allen DBB-Präsidenten war leistungsmäßig im Eishockey, Handball und Basketball aktiv, betrieb aber auch Tennis, Skifahren, Tauchen und Motorbootfahren intensiv. 1947 nahm er als Spielertrainer zum erstenmal an der Nachkriegsmeisterschaft im Basketball in Darmstadt teil, später wurde er mit dem Turnerbund Heidelberg mehrfach Deutscher Meister. Parallel dazu wirkte er als Nationalspieler bei sechs Länderspielen mit. Anton Kartak war von 1951 bis 1960 Bundestrainer für die Nationalmannschaften und betreute deutsche Hochschulmannschaften bei mehreren Universiaden und Weltmeisterschaften. U.a. ihm ist es zu verdanken, daß Heidelberg zur Hochburg des deutschen Basketballs wurde.

Parallel wirkte er als Bundessportwart, hatte maßgeblichen Anteil an der Gründung des Manheimer Albert-Schweitzer-Turnieres für Junioren und war für die Vorbereitung der deutschen Mannschaft auf die Olympischen Spiele 1972 in München zuständig, um nur einige wenige Dinge zu nennen. 1973 gab Anton Kartak das Ressort Hochschulsport ab und wurde DBB-Präsident. In der Folge agierte er auch im Deutschen Sportbund und im Nationalen Olympischen Komitee. Zudem bewirkte er als Funktionär an den Hochschulen einiges (Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes).



5. Präsident (1984-1994):
Manfred Ströher

Manfred Ströher, gebürtiger Bad Kreuznacher, war von 1984 - 1994 fünfter Präsident des Deutschen Basketball Bundes. Vom Briefmarkensammler bis zum weltweit anerkannten Sportfunktionär, all diese Dinge hat Manfred Ströher in seinem bewegten Leben verkörpert. Mit seinen Erlebnissen, die ihm besonders in der Welt des Basketballs widerfuhren, könnte er Bücher füllen. Er hat viele Höhen und Tiefen der deutschen und internationalen Basketball-Geschichte miterlebt.

Viele Ämter hat Manfred Ströher in seiner Sportler- und Funktionärskarriere bekleidet. In der Technischen Kommission der FIBA (1964-1980, ab1980 Präsident der FIBA-Finanzkommission und ab 1994 FIBA-Schatzmeister) gestaltete Ströher in vorderster Front die Regeln des Basketballspiels mit. Seit 1980 ist er Mitglied des FIBA Central Board (Weltvorstand) und wurde 2004 für 40-jährige ehrenamtliche FIBA-Tätigkeit mit dem "Premio Pietro Reverberi OSCAR del BASKET" ausgezeichnet. 2001 wurde Ströher vom damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch mit dem IOC-Diplom "für einen bemerkenswerten Beitrag für die Förderung des Olympischen Gedankens in ehrenamtlicher Funktion" ausgezeichnet. 2004 wurde er von der FIBA mit dem "FIBA OSCAR DEL BASKET " geehrt.

Bereits 1966 erstellt Ströher gemeinsam mit Turgut Atakol (Türkei) die erste Ausgabe der Broschüre "Die Technik des Schiedsrichterns". Es folgt 1976 die völlig neue, farbige Broschüre mit dem gleichen Namen in drei Sprachen - Deutsch, Englisch und Französisch. Übersetzungen folgten noch in 20 weiteren Sprachen wie Chinesisch, Arabisch, Serbo-Kroatisch, Polnisch, Japanisch, Russisch, Spanisch, Portugiesisch und viele mehr.

Als "Jahrhundertwerk" gilt sein Buch "60 Jahre FIBA-Regeln", an dem Ströher vier Jahre lang gearbeitet hatte und das er 1991 in Springfield/Massachusetts erstmals vorstellte. In vier Sprachen erschien das Meisterwerk, das nur ein im positiven Sinne Basketball-"Verrückter" erarbeiten konnte. Gleiches gilt für die umfangreiche Biografie des ehemaligen FIBA-Generalskretärs Dr. R. William Jones, die 1998 erschienen ist und an der Manfred Ströher federführend mitwirkte. Außerdem erstellte er 2004 die Biographie des langjährigen FIBA-Generalskretärs Borislav Stankovic. 2001 erscheint ein Gesamtwerk mit den Original-Spielregeln in dem Urtext Englisch von 1891 (James Naismith), den offiziellen Spielregeln der USA von 1931-1932 und den FIBA-Spielregeln von 1932 bis 2000.

Schon 1963, Manfred Ströher war gerade 26 Jahre alt, startete die DBB-Karriere von Manfred Ströher. In Würzburg wurde er zum DBB-Schiedsrichterwart und in´s DBB-Präsidium gewählt. Zehn Jahre später in Lübeck tritt Ströher zwar zurück - mit den Olympischen Spielen in München 1972 als Beauftragter für das Konzept der Abwicklung des Baus der Olympiahalle und des Basketball-Turnieres hatte er einen weiteren Meilenstein der deutschen Basketball-Geschichte mitgeprägt - doch 1980 wird er in Wuppertal erneut in´s DBB-Präsidium gewählt. Nur vier Jahre später steigt er in Berlin als Nachfolger von Anton Kartak zum DBB-Präsidenten auf. Kein Zufall, dass es seit diesem Jahr das DBB-Jahrbuch gibt - ein unverzichtbarer Wegbegleiter für jeden Basketball-Funktionär in Deutschland. 1964 erwirbt Ströher in Belgrad die internationale FIBA-Schiedsrichter-Lizenz, 1966 wird er Techischer Kommissar der FIBA. Von 1968 (Mexiko) bis 2008 (Peking) hat er bis dato an elf Olympischen Sommerspielen teilgenommen, davon zehn Mal als Mitglied des Technischen Komitees im Basketball.

Auch nach der Abgabe der DBB-Präsidentschaft 1994 ist Manfred Ströher keinesfalls in die Zweite Reihe zurückgetreten. Der DBB profitiert beinahe täglich von den Werken und Ratschlägen Ströhers, der beruflich Inhaber eines großen Möbelhauses in Bad Kreuznach war. Auch in der FIBA ist er weiterhin sehr aktiv. Manfred Ströher befindet sich im Besitz der Goldenen Ehrennadel des DBB, ist 2. Träger des DBB-Ehrenringes und wurde zum DBB-Ehrenpräsidenten und DBB-Ehrenmitglied ernannt. Zudem erhielt er 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Manfred Ströher gehört dem 3-köpfigen Aufsichtsrat der FIBA-Stiftung für den Bau des FIBA-Verwaltungsgebäudes im schweizerischen Mies (Fertigstellung 2012) an.

Zu seinen Ehren wird ab 2007 der Manfred-Ströher-Medienpreis verliehen, dessen Ziel es ist, exzellenten Journalismus in Deutschland zu fördern. Des Weiteren sollen Journalisten bestärkt werden, ihren Beruf professionell und verantwortungsbewusst auszuüben. Der Manfred-Ströher-Medienpreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird 2007 erstmalig und dann alle zwei Jahre vergeben. Prämiert werden journalistische Beiträge aus Printmedien, TV, Hörfunk sowie den Neuen Medien.



6. Präsident (1994-2006):
Roland Geggus (+ 2011)

Roland Geggus, gebürtiger Pfinztaler, war von 1994 - 2006 der sechste Präsident des Deutschen Basketball Bundes. Der Badener hat mehr als zwei Drittel seines Lebens zu großen Teilen dem Basketball gewidmet, ob als Spieler, Schiedsrichter, Trainer oder Funktionär. So gehörte er als Aktiver dem erweiterten DBB-Juniorenkader an, brachte es als "Schiri" und Trainer jeweils zu A-Lizenzen und ist heute der oberste DBB-Funktionär. Im "normalen" Leben ist der Diplom-Pädagoge Roland Geggus als Sonderschullehrer an einer Schule für sehbehinderte Kinder aus dem Großraum Karlsruhe tätig. Er publizierte zahlreiche Schriften zum Thema Behindertensport.

Bereits seit 1969 war Roland Geggus in den unterschiedlichsten Positionen als Funktionär tätig, so z.B. als Jugendwart (1972-75), als Minibeauftragter (1972-1976) oder als Vizepräsident für Freizeit- und Breitensport (1985-88) des baden-württembergischen Basketball-Verbandes. Beim DBB wurde er 1988 zum Vizepräsident für Breiten- und Freizeitsport gewählt, ein Aufgabenbereich, der ihm immer ganz besonders am Herzen lag. Die vorläufige "Krönung" erfuhr Roland Geggus 1994 auf dem DBB-Bundestag in Herdecke, als ihn die Delegierten zum sechsten DBB-Präsidenten bestimmten. 1998 auf dem Bundestag in Hamburg wurde er ebenso wie 2002 auf dem Bundestag in Travemünde für jeweils weitere vier Jahre im Amt bestätigt, ehe ihn Ingo Weiss 2006 ablöste. Seine Arbeit war geprägt von dem Bemühen, alle Bereiche des Basketballs zu "beackern". So hatte er sich ein offenes Ohr für jedermann bewahrt. Dass die Damen-Weltmeisterschaft 1998 in Deutschland veranstaltet wurde, ist dem Willen und Durchsetzungsvermögen von Roland Geggus zu verdanken. Auf dem Bundestag 2006 in Rust kandidierte Roland Geggus nicht mehr für das Präsidium und wurde für seine Verdienste um den Basketballsport als DBB-Ehrenpräsident gewählt und mit dem DBB-Ehrenring ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er auch das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. 



7. Präsident (seit 2006):
Ingo Weiss

Der Deutsche Basketball Bund (DBB) hat einen neuen Präsidenten. Im Rahmen des DBB-Bundestages 2006 in Rust wurde Ingo Weiss einstimmig zum 7. DBB-Präsident nach Dr. Siegfried Reiner (1949-1953), Gerhard Nacke-Erich (1953-1964), Hans-Joachim Höfig (1964-1973), Anton Kartak (1973-1984), Manfred Ströher (1984-1994) und Roland Geggus (1994-2006) gewählt. Die Amtszeit des bisherigen Vizepräsidenten für Jugend läuft zunächst bis zum Jahr 2010. Der damals 42-Jährige nahm die Wahl der Delegierten an und bedankte sich für das Vertrauen.

Ingo Weiss ist als Sportfunktionär wahrlich kein Unbekannter, sitzt er doch seit 2002 der Deutschen Sportjugend vor und war dadurch Präsidiumsmitglied im Deutschen Sportbund. Seit Mai 2006 ist Ingo Weiss auch Präsidiumsmitglied des neu gegründeten Deutschen Olympischen Sportbundes. Zudem blickt Ingo Weiss als nun ehemaliger Vizepräsident des DBB bereits auf zwölfjährige Erfahrung im DBB-Präsidium zurück. Seine sportlichen Wurzeln liegen beim UBC Münster, für den er seit 1978 als Jugendwart, Pressewart, 2. Vorsitzender, Schiedsrichter und Trainer verschiedenster Mannschaften aktiv war. Seit 2000 sitzt der neue DBB-Präsident im Verwaltungsrat des UBC Münster.

1987 begann das Wirken von Ingo Weiss im Westdeutschen Basketball-Verband, in dem er bis 1994 Fachwart für Jugend- und Schulsport war. Von 1996-1998 zeichnete Ingo Weiss als Vorsitzender des Organisationskomitees für das Gelingen der Vorrundengruppe in Münster bei der Damen-WM verantwortlich. Bevor er zum dsj-Vorsitzenden wurde, war der Münsteraner vier Jahre lang Sprecher der Ständigen Konferenz der Spitzenverbände innerhalb der Deutschen Sportjugend. Darüber hinaus ist Ingo Weiss seit 2002 Mitglied des Programmbeirates RTL 2 für den Deutschen Sportbund, seit Mai 2003 Kuratoriums- und Vorstandsmitglied der Deutschen Schulsportstiftung, seit September 2004 stellvertretender Vorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung, seit Januar 2005 Mitglied des Kuratoriums Kriminalprävention und seit Feburar 2005 Vorstandsmitglied des Deutschen Sport- und Olympiamuseums. International wirkt er seit 2002 als Mitglied der Welt- und Europakommission Jugend des Welt-Basketballverbandes FIBA, seit 2006 als deren Vorsitzender. Außerdem ist Weiss Mitglied der FIBA-Kommission für internationale Wettbewerbe. Im europäischen Basketball-Verband FIBA Europe bekleidet der Münsteraner seit 2010 die Position des Vizepräsidenten und ist damit Mitglied des Boards (Vorstand). 

Der am 12. Oktober 1963 in Münster geborene Ingo Weiss ist verheiratet, hat Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Münster studiert und ist seit 1993 Angestellter an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Heute ist er als Abteilungsleiter im Hochschulsport Münster tätig.